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Business-Kontakte knüpfen

Fünf Networking No-Gos, die Jungunternehmer vermeiden sollten

(c) Pixabay

Gerade wenn man mit seinem Unternehmen noch am Anfang steht, kann sich ein gutes Netzwerk an Kontakten als Erfolgsfaktor entpuppen.

Networking kann die Bekanntheit des Unternehmens wesentlich erhöhen, zu neuen Aufträgen und Kunden führen oder auch Anstoß für eine neue Kooperation oder Ideen sein. Doch auch die Jagd nach Kontakten will gelernt sein. Viel zu oft wird richtiges Networking etwa mit Selbstinszenierung verwechselt. Sie fühlen sich ertappt? Dann vermeiden Sie als Jungunternehmer unbedingt diese fünf No-Gos beim Netzwerken.

Quelle: Junge Wirtschaft

1. Keine Zeit fürs Networking

Beginnen Sie mit dem Netzwerken schon früh. Als Unternehmer ist Zeit oft Mangelware, vor allem in der Gründungsphase und in den ersten Jahren des Unternehmens. Nur zu oft kommt in solchen Phasen das Networking zu kurz. Doch ein gutes Netzwerk an wertvollen Kontakten entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sondern braucht Zeit. Wer dann erst damit beginnt, Kontakte zu knüpfen, wenn sie vonnöten sind, wird kaum Erfolg haben. Sehen Sie die Zeit für das Networking als sinnvolle Investition in das eigene Unternehmen.

2. Abwarten und Tee trinken

Wer neue Kontakte knüpfen möchte, muss auch dort hingehen, wo neue Leute anzutreffen sind. Dort angekommen, beginnt das eigentliche Networking. Warten Sie nicht, bis Sie von anderen angesprochen werden. Denn: Networking ist Kontaktsport - heißt, ich muss den ersten Schritt machen und auf andere zugehen. Wer als Erster Initative zeigt, kann zudem als offene Persönlichkeit schon erste Punkte sammeln. Dabei braucht es auch keinen besonders kreativen Spruch. Es reicht völlig aus, sich kurz vorzustellen, dann entwickelt sich ein Gespräch meist von selbst. Will man sich nicht ganz darauf verlassen oder hat so seine Schwierigkeiten mit dem Small Talk, können vorab schon ein paar Fragen vorbereitet werden. „Wie kam es, dass du Unternehmer wurdest?“ oder „Weshalb bist du heute hier?“ sind einfache, aber effektive Startfragen und spielen den Ball dem Gegenüber zu.

3. Das Gespräch dominieren

Wir alle kennen diese „Gespräche“, bei denen einer redet und alle anderen zuhören. Fürs Networking ist diese Art der Konversation jedoch äußerst ungeeignet. Vor allem beim Erstkontakt geht es nicht darum, alles über sich zu erzählen, sondern dem Gegenüber aufmerksam zuzuhören. So erhält man wichtige Informationen, ob und wie dieser Kontakt nützlich sein könnte. Durch gezielte Fragen kann das Gespräch zudem aktiv gesteuert werden. Dabei ist davon abzuraten, im Gespräch gleich auf den Punkt zu kommen und nach dem konkreten Nutzen für das eigene Unternehmen zu fragen oder mit Wünschen und Bitten aufzuwarten. Primär geht es um einen ersten Informationsaustausch. Erst im nächsten Schritt können solche Dinge angesprochen werden, wobei dann die Devise gilt: Zuerst geben, dann nehmen.

4. Sich auf einen Kontakt fixieren

Ein Kontakt wurde hergestellt und das Gespräch läuft nur so vor sich hin. Soweit, so gut. Doch, auch wenn der neue Bekannte noch so interessant und noch so sympathisch ist, sollte beim Networking nicht die Quantität der Kontakte aus den Augen gelassen werden. Erfolgreiches und effizientes Netzwerken besteht nämlich darin, mehrere neue Kontakte in kurzer Zeit zu knüpfen. Networking soll Spaß machen, aber auch mit einer gewissen Konsequenz betrieben werden. Das Vertiefen und die Pflege der neuen Beziehungen folgt später.

Wollen Sie einfach und schnell neue Personen kennenlernen, fragen Sie Ihren Gesprächspartner einfach, ob er nicht noch andere Leute vor Ort kennt und nutzen ihn so als eine Art "Wingman".

5. Neue Kontakte im Sand verlaufen lassen

Ist das Networking zu Ende und wurden ein paar nützliche Kontakte geknüpft, darf man zufrieden sein. Jedoch ist der Austausch von ersten Informationen und Visitenkarten nur die halbe Miete. Anschließend gilt es, sich weiter zu vernetzen, zum Beispiel über soziale Medien wie Xing oder LinkedIn, um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Am Effektivsten sind persönliche Nachrichten ein paar Tage nach dem Treffen. Dabei reicht es schon, mit der Einladung auf beispielsweise LinkedIn einen kurzen, individuellen Bezug auf das Kennenlernen zu machen.

Wer nach der Kontaktaufnahme sich nicht vernetzt und die Beziehung weiter pflegt, riskiert hingegen, mit der Person nie wieder zu sprechen und sich ein großes Networking-Potential durch die Finger gehen zu lassen.

Die gute Nachricht zum Schluss: Networking ist etwas, dass durch Übung perfektioniert werden kann. Plus wer erste Erfolge und positive Erfahrungen mit seinem Netzwerk macht, kann daraus immer wieder neues Selbstvertrauen schöpfen und seine Technik laufend verbessern. Das größte No-Go im Networking: Es erst gar nicht zu versuchen.