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US-Senator McCain: "Amerikaner stehen zu euch"

John McCain.REUTERS/Brian Snyder/File Photo
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Während der Republikaner die G7-Partner beschwichtigt, stützt der russische Präsident Trumps Entscheidung, aus der Abschlusserklärung auszusteigen und spricht von "kreativem Gelaber".

Der republikanische US-Senator John McCain hat Präsident Donald Trump wegen dessen nachträglichen Ausstiegs aus der G7-Abschlusserklärung gerügt. "An unsere Verbündeten: die parteiübergreifende Mehrheit der Amerikaner bleibt für freien Handel, für Globalisierung & unterstützt Bündnisse, die auf 70 Jahre lang gemeinsam geteilten Werten basieren", twitterte der 81-Jährige am späten Samstagabend.

"Die Amerikaner stehen zu euch, auch wenn es unser Präsident nicht macht", schrieb McCain, der an einem Hirntumor erkrankt ist. Er ist so wie Trump Republikaner. Der US-Präsident hatte seinen Schritt mit der Haltung des kanadischen Gastgebers des Gipfels in La Malbaie, Justin Trudeau, zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium, erklärt.

Russlands Präsident Wladimir Putin wiederum hat scharfe Kritik an der G7-Gruppe geübt und ein baldiges bilaterales Treffen mit US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen. Er wolle mit Trump zusammenkommen, sobald Washington dazu bereit sei, sagte Putin am Sonntag. Die Kritik der G7 an seinem Land tat er als "kreatives Gelaber" ab, das nun aufhören müsse.

China: Politik geschlossener Türen beenden

"Ich glaube, nun müssen wir uns den konkreten Fragen einer realen Zusammenarbeit zuwenden." Russland war 2014 nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim aus der Staatengruppe ausgeschlossen wurde, die damit von der G8 zur G7 wurde. Trump hatte sich zum Auftakt des Gipfels in Kanada überraschend dafür ausgesprochen, Russland wieder aufzunehmen. Durch den Eklat um seinen Rückzieher von der Abschlusserklärung erscheint die G7 so gespalten wie noch nie in ihrer Geschichte.

Direkt nach dem Abschluss des G-7-Gipfels hat auch Chinas Präsident Xi Jinping sich geäußert - un zu mehr globaler Zusammenarbeit aufgerufen. Eine nur auf sich selbst gerichtete und "kurzsichtige Politik der geschlossenen Türen" müsse beendet werden, sagte der chinesische Präsidenten am Sonntag beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in der ostchinesischen Stadt Qingdao.

Das Treffen vorwiegend asiatischer Staaten fand in diesem Jahr zeitgleich mit dem G7-Gipfel statt. Xi Jinping warb für einen weiteren Ausbau der 2001 gegründeten SOZ-Gemeinschaft, die schon jetzt 20 Prozent des Welthandels und 40 Prozent der globalen Bevölkerung ausmache. Eine "größere Stärke" der Organisation bedeute auch eine größere Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft.

(APA/dpa/AFP)