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Surfen – ganz ohne Wasser

Surfen wie auf einer richtigen Welle, nur ohne Wasser. Moritz Mistelbauer steht auf einem Drysurf-Board.
Surfen wie auf einer richtigen Welle, nur ohne Wasser. Moritz Mistelbauer steht auf einem Drysurf-Board.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Was machen Wellenreiter ohne Meer? Sie surfen auf dem Trockenen. Erstmals gibt es nun Drysurf-Boards in Wien.

Wien. Angefangen hat alles mit einem Urlaub, in dem der Sohn unbedingt Wellenreiten lernen wollte. Am Ende war nicht nur er den Wellen verfallen, sondern die ganze Familie. Der Vater, die zwölf Jahre jüngere Schwester, auch die Mutter von Moritz Mistelbauer stand auf dem Brett. Das ist jetzt zehn Jahre her, und das Surffieber hat die Familie nicht verlassen.

Manchmal fahren nur Vater und Mutter surfen, manchmal alle zusammen oder Mistelbauer allein, der vor zwei Jahren in der Nähe von Lissabon studierte und direkt an der Costa de Caparica (den Hausstränden von Lissabon) wohnte. „Wenn möglich, dann bin ich schon vor der Uni Surfen gegangen“, erzählt der 27-Jährige. Die lokale Surfclique an der Uni („Die Portugiesen sind so nette Menschen“) nahmen den jungen Mann, „der Deutsch spricht, aber kein Deutscher ist“, in ihre Mitte auf. Manchmal ging er in Trainingshosen an die Uni, weil er wusste, dass er nach den Vorlesungen wieder ins Wasser wollte.