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Kühbauers Glücksgriff: Rapid gewinnt in Moskau

(c) REUTERS (MAXIM SHEMETOV)

Zwei Joker bescheren den harmlosen Wienern einen 2:1-Sieg in Moskau. Die Aufstiegschance lebt.

Ein „Endspiel“ um den Aufstieg wollten die kriselnden Hütteldorfer erzwingen. Es gelang. Rapid drehte nach 0:1-Rückstand das Europa-League-Duell gegen Spartak Moskau und gewann dank eines Last-Minute-Treffers von Philipp Schobesberger 2:1. Im abschließenden Gruppenmatch am 13. Dezember vor eigenem Publikum gegen die Glasgow Rangers wartet nun ein Showdown um den Aufstieg in die K.o.-Phase.

Wie sich Rapid diese Chance im bitterkalten Moskau erarbeitet hat, war allerdings weniger erbaulich. Die von Coach Dietmar Kühbauer ordentlich durchgewürfelte Startelf agierte harmlos, die Zuspiele gerieten zu ungenau, und wenn am Ende doch so etwas wie eine Torchance herausschaute, dann meist durch Zufall, als etwa Veton Berisha gefährlich angeschossen wurde (21.).

Nur Stückwerk also. Beispielhaft für die Abschlussschwäche war Mittelstürmer Deni Alar, der in aussichtsreicher Position zögerte und zögerte und schließlich in die Hände von Spartaks Dreier-Goalie Artyom Rebrow schoss (64.).

Dasselbe galt auch für Moskau. Beim russischen Rekordmeister herrscht ebenfalls Krise (Tabellenplatz sieben), für Neo-Coach Oleg Kononow war es erst das zweite Spiel auf der Trainerbank. Nur einmal wurde Spartak gefährlich, ein Pass nach verlorenem Zweikampf von Maximilian Hofmann hebelte die Rapid-Abwehr aus. Ze Luis hatte freie Bahn – 1:0 (20.).

Kühbauer reagierte, brachte nach gut einer Stunde Kapitän Stefan Schwab und Joker Schobesberger. Den Ausgleich bescherte Rapid noch eine Ecke, Schobesberger flankte, Mert Müldür köpfte völlig frei gekonnt ins lange Eck (80.).

Dann aber war es eine Koproduktion der beiden Eingewechselten, die zum Siegtreffer führte: Schwab schlug den langen Ball auf Schobesberger, der Spartak-Schlussmann Rebrow überspielte und locker einschoss (91.). Abseitsverdächtig zwar, noch aber verzichtet die Uefa in der Europa League auf den Videobeweis.

Im Parallelspiel der Gruppe G trennten sich die Glasgow Rangers und Villarreal 0:0.

(red.)