Leben

Moon Boots: Die Daunenjacke für die Füße

50 Jahre alt und noch immer begehrt. Das klassische Moon- Boot-Modell ist bunt, geschnürt und warm, manchmal auch schwitzig.
50 Jahre alt und noch immer begehrt. Das klassische Moon- Boot-Modell ist bunt, geschnürt und warm, manchmal auch schwitzig.APA

Schön waren sie nie, dafür sehr bunt, durchaus bequem und warm. Die Moon Boots entstanden vor 50 Jahren nach Neil Armstrongs Gang auf dem Mond, und zwar nicht in Amerika, sondern in Italien.

Wärmen, das ist die Königsdisziplin der Moon Boots. Kalte Füße bekommt man mit diesen Dingern eher nicht, dafür womöglich Schweißfüße, schließlich bestanden die Urmodelle dieser Schuhmarke vor allem aus synthetischen Materialien. Sie fallen auch definitiv nicht unter die von Nancy Sinatra besungenen Boots, „that are made for walking“. Denn lange Strecken kann man mit den dicken, unförmigen Schuhen kaum gehen. Dafür waren sie aber auch nie gedacht.

Dem italienischen Designer Giancarlo Zanatta kam die Idee für seine Kreation bei Neil Armstrongs Mondlandung im Jahr 1969. Ihm gefiel das spacige Outfit des Astronauten; vor allem dessen silikonbesohlten Stiefel hatten es ihm angetan. Also kopierte er diese klobigen Dinger, die auch nicht fürs Spazierengehen ausgelegt waren, und schuf damit den wärmsten und bequemsten Winterschuh aller Zeiten. Gewissermaßen die Daunenjacke für die Füße. Weil bequem sind die Moon Boots zwar, durch ihre Wucht sind sie aber trotzdem keine Wanderschuhe.