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Asyl: Jugendliche aus Drasenhofen wechseln doch wieder Quartier

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Das Asylquartier Drasenhofen (Archivbild)APA/HELMUT FOHRINGER

Nach einer Unterbringung im Flüchtlingsheim St. Gabriel müssen die Asylwerber, die im umstrittenen Quartier in Drasenhofen untergebracht gewesen waren, tatsächlich erneut umziehen. Der niederösterreichische Landesrat Waldhäusl hatte dies schon im Jänner angekündigt.

Fünf unbegleitete Minderjährige aus dem geschlossenen Asylquartier in Drasenhofen sind am Freitag vom Asylquartier St. Gabriel in Maria Enzersdorf in andere Unterkünfte in Niederösterreich verlegt worden. Wie ein Caritas-Sprecher mitteilte, erfolgte die Übersiedlung "in Rücksprache mit der Kinder- und Jugendhilfe". Die Kinder- und Jugendhilfe hatte zuvor Übersiedlungen "im Einzelfall" für möglich erklärt. Das Büro von Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) verwies darauf, dass vier weitere Jugendliche am Montag verlegt werden sollten.

Bereits vor rund zwei Wochen war nach Caritas-Angaben ein unbegleiteter Minderjähriger in eine andere Unterkunft gebracht worden. Alle bisherigen Verlegungen seien "gut über die Bühne gegangen", bei der Auswahl der neuen Quartiere "wurde mit Fingerspitzengefühl vorgegangen", hieß es seitens der Caritas. Wohin die Jugendlichen übersiedelt werden, gaben weder die Caritas noch das Büro des für Asylwesen zuständigen niederösterreichischen Landesrats bekannt.

Bei den insgesamt zehn Personen, die verlegt wurden beziehungsweise noch übersiedeln müssen, handelt es sich nach Angaben von Caritas und dem Büro Waldhäusl um jene Jugendliche, die Ende November 2018 aus dem umstrittenen Quartier in Drasenhofen im Bezirk Mistelbach nach St. Gabriel im Bezirk Mödling gebracht worden waren. Waldhäusl hatte Ende Jänner erklärt, dass ein Vertrag des Landes mit der Caritas über eine weitere Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge nicht zustande komme, und eine Verlegung angekündigt. In Maria Enzersdorf werden der Caritas zufolge somit weiterhin jene acht Personen betreut, die sich bereits vor November 2018 in der Unterkunft befunden hatten.

(APA)