Bühne

Jacobowsky geht in der Josefstadt nicht unter

Auf der Flucht vor den Nazis: Pauline Knof als Marianne, Johannes Silberschneider als Jacobowsky, Herbert Föttinger als Oberst Stjerbinsky, Matthias Franz Stein als dessen Bursche Szabuniewicz.
Auf der Flucht vor den Nazis: Pauline Knof als Marianne, Johannes Silberschneider als Jacobowsky, Herbert Föttinger als Oberst Stjerbinsky, Matthias Franz Stein als dessen Bursche Szabuniewicz.(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Franz Werfels Tragikomödie wurde von Janusz Kica einfühlsam inszeniert. Johannes Silberschneider spielt scheinbar mühelos, kraftvoll ergänzt von Herbert Föttinger.

Die Hotelgäste des Mon Repos et de la Rose sind nur schemenhaft in der Waschküche zu erkennen. Eine Sirene heult. Fliegeralarm. Es ist dunkel. Man ahnt, es sind viele, die sich hier drängen. Nur das Röhrenradio spendet etwas Licht. Frankreichs Premierminister Reynaud verkündet das Unheil. Die Deutsche Wehrmacht steht vor Paris. Fast allen dieser bunt zusammengewürfelten Gruppe hier droht akute Gefahr. Die Flucht geht weiter. Mit solch beeindruckend bedrückender Szene in dem düsteren, schlichten Bühnenbild von Karin Fritz beginnt im Theater in der Josefstadt „Jacobowsky und der Oberst“, Franz Werfels dauerhaft stärkstes Stück.