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Krebs zerstört alle Schönheit. Und vernichtet alle Ordnung

Elisabeth Krimbacher war eine sensible Filmemacherin, hingebungsvolle Mutter, wunderbare Kollegin. Sie starb vergangenen Dienstag an Krebs. Ein Nachruf.

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Nach dem letzten Bestrahlungszyklus begleitete ich meine Freundin zur ärztlichen Nachbesprechung. Elisabeth saß bereits im Rollstuhl. Wie lange sie auf der Palliativstation bleiben werde, fragte die Ärztin und blickte überaus angestrengt an der abgemagerten Patientin vorbei auf den Computerbildschirm. Ich war über die unsensible, dumme Frage empört, Elisabeth nicht: „Vermutlich bis ich sterbe“, antwortete sie trocken und lachte. Ihren Humor und ihre unnachahmliche Würde behielt sie bis zum letzten Atemzug. Sie habe ein schönes, erfülltes Leben gehabt, sagte sie einmal, eine liebevolle Kindheit, einen interessanten Beruf, einen fürsorglichen Mann und zwei entzückende kleine Töchter. Wir lachten erstaunlich viel in diesen letzten Wochen und Monaten, aber wir redeten auch über das, was sie erwartete, ob es ein Leben nach dem Tod gebe, woher wir kommen, wohin wir gehen, über Spiritualität, wie sie ihren Mädchen in Erinnerung bleiben würde. Sie jammerte und haderte nicht, dass sie, die Nichtraucherin, an Lungenkrebs erkrankt war. Aber dass sie das Heranwachsen von Amalia und Cressida nicht erleben würde, machte sie traurig.