Doch nicht antiquiert

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sprechblase Nr. 287. Warum „old school“ offenbar ewig neu bleibt.

Alles neu macht der Frühling, lautet die Binsenweisheit, die auch zu Ostern, dem Frühlings-/Auferstehungsfest, nicht gehaltvoller wird. Was aber passiert mit dem „Neuen“ im Lauf der Zeit?
Wie lang wird etwa die New World of Work noch „new“ sein? Bleibt sie eine sich immer erneuernde Vision, wie Arbeit zukünftig ablaufen wird? Oder wird sie irgendwann zur Normal World of Work? Oder eines Tages – Achtung, Sprechblase – gar „old school“ sein?
Ältere Manager bezeichnen als „old school“ derzeit gehäuft alles, was ihre Vorgänger angestellt haben. Sprechen jüngere Manager von „old school“, schwingt fast ein wenig Respekt vor der „guten alten Zeit“, gutem Benehmen wie situationsadäquater Kleidung mit.
Was die beiden Gruppen miteinander verbindet: Wer heute „old school“ „droppt“, scheint über jeden Verdacht erhaben, antiquiert zu sein.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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