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Die FPÖ und die Medien: Alter Feind, neues Niveau

Generalsekretär Harald Vilimsky (l.) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache fühlen sich in Medienberichten oft unfair behandelt.
Generalsekretär Harald Vilimsky (l.) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache fühlen sich in Medienberichten oft unfair behandelt.Reuters
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Ist es ehrliche Empörung oder Taktik, wenn die FPÖ den ORF attackiert? Das Verhältnis war nie gut, die Positionen sind nun aber andere.

Irgendwann wird es der Journalistengewerkschaft dann doch zu viel. Die Attacken „gegen die Pressefreiheit, die ein wesentliches Element zur Demokratie ist“, müssen aufhören. Auch der Mediensprecher der ÖVP greift ein: Die Äußerungen des FPÖ-Chefs seien scharf zurückzuweisen. Es sind die 90er-Jahre – und gemeint ist Jörg Haider. Er glaubt, dass die kritische Auslandsberichterstattung von Österreich gesteuert ist, spricht von „kranken Gehirnen einiger Journalisten“ und kündigt an: „Wenn ich etwas zu reden habe, wird in den Redaktionsstuben in Zukunft weniger gelogen.“

Persönlich kam Haider nie an die Macht. Aber heute, 26 Jahre später, sitzt seine frühere Partei zum zweiten Mal in der Regierung. Und wieder gibt es heftige Kritik, vor allem am ORF, hauptsächlich an „ZiB 2“-Anchorman Armin Wolf. Wobei man korrekterweise schreiben muss: Es gibt die Kritik noch immer. Denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist seit jeher beliebtes Feindbild der FPÖ. Ein Freiheitlicher formuliert es so: „Das Verhältnis ist seit Jahrzehnten unverändert. Unverändert schlecht.“ Die Meinung der FPÖ zum ORF hat sich also nicht gewandelt. Sehr wohl aber ihre Machtposition.