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Kolumne

Wichtig: Immer gut dehnen

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sprechblase Nr. 294. Warum „stretch“ im Business ein Thema ist.

Die Zeiten, in denen der Rat lautete, man sollte sich doch nach der Decke strecken, sind vorbei. Im Neubau ist das Nach-der-Decke-Strecken eine Beleidigung für den Ehrgeiz, im Altbau ist es so unerreichbar, dass es sportlich wertlos ist. Wer sich streckte und die Decke erreichte, stieß oft an die „gläserne Decke“ und kam erst recht nicht weiter.

Also will niemand mehr unter einer Decke stecken bleiben. Die Rede ist viel mehr von – Achtung, Sprechblase – „stretch“. Bei der Kleidung (Stichwort Slim fit) sowieso. Und nun auch bei den Zielen: Stretch Goals heißen sie jetzt. Oder Moon Shot Goals: Ziele, die sehr ambitioniert, extrem schwer zu erreichen und auf vollkommen Neuartiges gerichtet sind.

Wer ein Stretch Goal angeht, sollte vorher gut dehnen – auch wenn nicht bewiesen ist, dass dadurch die Verletzungs- bzw. Enttäuschungsgefahr tatsächlich minimiert wird.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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