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Ibiza-Affäre: FPÖ vermutet bei ÖVP "Flucht nach vorne"

FPÖ-Generalsekretär Hafenecker findet das Vorgehen der ÖVP, „um etwas zu dementieren, das noch niemand gesehen hat“, seltsam.

Die FPÖ hat das Bekanntmachen von im Zusammenhang mit der "Ibiza-Affäre" kursierenden, offenbar gefälschten E-Mails von Obmann Sebastian Kurz und seinem Parteikollegen Gernot Blümel durch die ÖVP als "Flucht nach vorne" bezeichnet. "Eine Pressekonferenz abzuhalten, um etwas zu dementieren, das noch niemand gesehen hat, mutet schon etwas seltsam an", sagte FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker.

Der FPÖ-Generalsekretär bezeichnete die Pressekonferenz von Kurz und ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer am Montag, in der sie selber die Existenz der ihrer Darlegung nach gefälschten E-Mails öffentlich machten, als "bizarr". Hafenecker ortete darin die "bekannte 'Haltet den Dieb'-Methode".

Bemerkenswert fand er, dass Kurz und Nehammer kein Wort über den Inhalt verloren hätten. Zudem würden Aussagen aus ÖVP-Kreisen Wochen vor der Veröffentlichung des "Ibiza-Videos" an "Brisanz gewinnen", wonach es "den Strache (Heinz-Christian, ehemaliger FPÖ-Chef, Anm.) eh nimmer lang geben" werde, meinte Hafenecker, der erneut eine lückenlose Aufklärung der Causa forderte, die die türkis-blaue Regierung schlussendlich platzen ließ.

(APA)