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Der Rennfahrer, der gegen die Nazis kämpfte

William Grover-Williams, siegreich am Steuer des Bugatti Typ 35 in Monaco, 1929.
William Grover-Williams, siegreich am Steuer des Bugatti Typ 35 in Monaco, 1929.(c) Werk

Vor 90 Jahren gewann der spätere Spion William Grover-Williams den ersten Grand Prix von Monaco.

Beim Kreisverkehr von Sainte-Dévote in Monaco, vom Verkehr umtost, steht die Bronzeskulptur eines Rennwagens – für den Connaisseur unverkennbar ein Bugatti Typ 35, überragender Vorkriegsrennwagen und nach Siegen vielleicht der erfolgreichste bis dato. Auto und Fahrer wirken, als wären sie bloß eingefroren und wollten, mit leichtem Effet aus der Kurve stiebend, gleich weiterstürmen, die berühmte Gerade hinauf Richtung Casinoplatz.

Für William Grover-Williams, geboren als William Charles Frederick Grover, endete das Rennen, das er am 14. April 1929 fuhr, mit einem Sieg, und dass es der allererste Grand Prix war, der im monegassischen Fürstentum ausgetragen wurde, ist der eine Grund für das Denkmal, von Prinz Rainier 2001 enthüllt. Der andere: Der Pilot, britischer Staatsbürger, war später ein Akteur im Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Er wurde 1943 in Paris verhaftet und mutmaßlich 1945 im KZ Sachsenhausen umgebracht.