Studium: Test für Politik entfällt

Alleine die Tatsache, dass es Zugangsbeschränkungen gibt, hält manche Studienanfänger schon davon ab, sich einzuschreiben.
Alleine die Tatsache, dass es Zugangsbeschränkungen gibt, hält manche Studienanfänger schon davon ab, sich einzuschreiben.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

In einigen neu beschränkten Fächern gibt es keinen Aufnahmetest. Anders in Psychologie, Biologie.

Wien. Alleine die Tatsache, dass es Zugangsbeschränkungen gibt, hält manche Studienanfänger schon davon ab, sich einzuschreiben: Das zeigt sich wieder in einigen Fächern, die dieses Jahr erstmals beschränkt sind und für die man sich bis Montag anmelden konnte.

An der Universität Wien gibt es in Politikwissenschaften, Soziologie, Kultur- und Sozialanthropologie sowie Transkultureller Kommunikation keinen Aufnahmetest. Die Zahl der Angemeldeten ist niedriger als die der verfügbaren Plätze. An der Uni Graz ist in Bildungswissenschaften und Transkultureller Kommunikation mangels Andrang ebenfalls keine Prüfung nötig.

Wer ab Herbst Psychologie studieren will – das Fach ist schon länger beschränkt –, der muss sich dagegen sehr wohl einem Test stellen. In Wien, Graz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt haben sich jeweils mehr Interessenten angemeldet als es Plätze gibt. An der Uni Wien finden zudem Aufnahmetests in Biologie, Pharmazie und Ernährungswissenschaft statt. In Graz gibt es in (Molekular-)Biologie und Pharmazie nur dann einen Test, wenn es nach dem Self-Assessment noch mehr Interessenten als Plätze gibt.

 

Architektur ohne Prüfung

An der TU Wien wird weder in Architektur noch in Raumplanung ein Test durchgeführt, an der TU Graz stehen die Chancen dafür ebenfalls gut. Hier haben sich für die 330 Plätze 332 Personen beworben, ein Zwischenschritt fehlt aber noch: Nur, wenn jetzt mehr als 330 Personen auch das geforderte Motivationsschreiben einreichen, findet eine Aufnahmeprüfung statt.

In Jus und VWL, wo die Anmeldung schon länger vorbei ist, läuft an der Uni Wien noch eine Nachfrist. Dort haben sich weniger Interessenten als Plätze eingeschrieben. Wer den Test in diesen Fächern woanders nicht schafft, kann sich einschreiben – so lange, bis die Plätze aufgefüllt sind. (APA/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.07.2019)