Kolumne

Mit Musik gehts leichter

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Sprechblase Nr. 302. Warum die „Kadenz“
gern gehört wird.

Die Businesswelt ist kultiviert. Das ist nichts Neues, darf aber gern auch einmal betont werden. Das zeigt sich nicht nur in der Festspielzeit zwischen Boden- und Neusiedler See. Sondern es zeigt sich auch etwa in der Sprache und der Liebe zu Metaphern aus der Musikwelt. Da wird orchestriert (sehr gern), dirigiert (nicht mehr so gern gesehen) und oft auch improvisiert (das geben nicht alle so gern zu, außer sie beschäftigen sich mit Agilität).
Ein unüberhörbares Crescendo in den Musik-Metaphern-Charts des Business-Sprech erlebt derzeit die – Achtung, Sprechblase – „Kadenz“. Dabei geht es weniger um das Solistische, weil Teamwork aktuell über allem steht. Eher um virtuoses Können, weil das immer gefragt ist. Es geht vor allem um den Flow, und dass Wichtiges in regelmäßigen und vorhersehbaren Abständen passiert. Tja, wer kultiviert ist, hat eben auch Takt.

 

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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