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Konjunktursorgen: New Yorker Börse tief im Minus

Archivbild. Heitere Gesichter gab es am Mittwoch eher nur vor der Börse in New York.
Archivbild. Heitere Gesichter gab es am Mittwoch eher nur vor der Börse in New York.REUTERS

Eine inverse Zinskurve schürt die Sorge vor einer Rezession. Die US-Regierung sieht keine Einigung im Handelsstreit. Der Dow Jones verlor am Mittwoch 3,05 Prozent.

Die Indizes an der New Yorker Börse sind am Mittwoch belastet durch Konjunktursorgen mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial Index verlor 800,49 Punkte oder 3,05 Prozent auf 25.479,42 Einheiten. Der S&P-500 Index fiel um 85,72 Punkte oder 2,93 Prozent auf 2.840,60 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 242,42 Einheiten oder 3,02 Prozent auf 7.773,94 Zähler nach.

Die positiven Folgen der Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China durch den Aufschub neuer Zölle sind damit verflogen. Am Vortag verzeichneten die New Yorker Aktienindizes noch klare Gewinnen. Die US-Regierung sieht im Handelskrieg mit China keine Einigung in Sicht. Die Volksrepublik habe in den jüngsten Gesprächen keine neuen Zugeständnisse gemacht, sagte US-Handelsminister Wilbur Ross am Mittwoch.

China und Europa geben keinen Anlass zur Freude

Außerdem drückten enttäuschende Konjunkturdaten aus China und Europa sowie Anzeichen für eine Rezession auf dem Anleihenmarkt die US-Leitindizes weit in die Verlustzone. Teilweise präsentierten sich kurzfristige Anleihen mit höheren Renditen als Anleihen mit längerer Laufzeit. Eine solche inverse Zinskurve wird als Anzeichen für eine bevorstehende Rezession gesehen und trat das letzte Mal vor der Finanzkrise im Jahr 2007 auf.

Nachrichten zu einzelnen Unternehmen rückten angesichts der trüben Börsenstimmung etwas in den Hintergrund. Die geplante Fusion von Viacom (minus 8,52 Prozent) mit CBS (minus 8,32 Prozent) hat Anleger der beiden Aktien an der Wall Street jedoch zusätzlich belastet. Einige kritische Analystenkommentare stimmten sie nach der Einigung auf die Bedingungen ängstlich für die bevorstehende Verschmelzung.

Ölkonzerne und Banken tief rot

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Ölkonzernen und von Banken. Die Ölpreise haben vor dem Hintergrund der Konjunktursorgen erneut deutlich nachgegeben. Für die Branchenriesen an der Wall Street, ExxonMobil (minus 4,02 Prozent) und Chevron (minus 3,84 Prozent) ging es deutlich bergab.

Die Papiere von Goldman Sachs (minus 4,19 Prozent), JPMorgan Chase (minus 4,14 Prozent) und Citigroup (minus 5,29 Prozent) verzeichneten jeweils deutliche Abschläge.

Der US-Kaufhauskonzern Macy's hat nach einem Gewinneinbruch seine Prognose gekappt. Der Überschuss fiel im zweiten Quartal um 48 Prozent auf 86 Mio. Dollar (76,6 Mio. Euro) oder 28 Cent pro Aktie. Die Titel des Einzelhändlers rutschten nach der Vorlage der Quartalszahlen um satte 13,27 Prozent ab.

Nachbörslich legt der Telekom-Ausrüster Cisco System seine Ergebnisse für das vierte Quartal vor. Seit Jahresbeginn sind die Papiere des Ausrüsters der Telekombranche um mehr als 20 Prozent gestiegen. Heute schlossen die Cisco-Papiere um glatte 4 Prozent billiger.

(APA)