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Alpbach

Wie Alpbach 2119 aussehen könnte

Maximilian Schnürer
Maximilian Schnürer vom Designstudio „buero butter“ will mit dystopischen Fotomontagen den Klimawandel thematisieren.Daniel Novotny
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Globale Erwärmung, Massentourismus: WWF und „buero butter“ haben sechs Bilder entworfen, die zeigen, wie das „Dorf der Denker“ in 100 Jahren aussehen könnte – sofern der Mensch nicht handelt.

Am Fuß von Gratlspitz, Schatzberg, Galtenberg und Wiedersberger Horn, umrahmt von grünen Almen und Mischwäldern, ist Alpbach zu finden. Kaum verwunderlich, dass das „Dorf der Denker“ ihre Farbe in seinem Wappen trägt: eine silberne Welle auf grünem Hintergrund. Die Bedeutung? Das Grün symbolisiere die Landwirtschaft, das Silber weise auf die Tradition des Bergbaus hin, lautet eine Erklärung. Eine zweite: Die Welle stelle einen klaren Gebirgsbach dar, der über eine saftige Wiese rauscht.

Zwei idyllische Bilder, die noch den Tatsachen entsprechen. Landwirtschaft und Almen gibt es reichlich – doch wird das so bleiben? Eine Frage, die sich Maximilian Schnürer, Matthias Bayr, Stefan Leberer und Christoph Liebentritt vom Designstudio „buero butter“ gestellt haben. Der Grund ihrer Neugierde: „Der Klimawandel schreitet voran: Emissionen und Temperaturen steigen, die Gletscher verschwinden. Doch die Taten, um das zu ändern, bleiben aus“, sagt Schnürer. „Beim Europäischen Forum, wo Politiker, Forscher und Philosophen aus aller Welt zusammenkommen, sollte das Thema eigentlich ganz oben auf der Agenda stehen – noch tut es das aber leider nicht.“

Sechsmal der Worst Case

Um es dennoch sichtbar zu machen, hat sich das vierköpfige Team mit Klima-, Wasser- und Waldexperten des Umweltverbands WWF, Vertretern des österreichischen Unternehmensnetzwerks „WWF Climate Group“ und der Klimabeauftragten von Alpbach, Renate Candlin, zusammengesetzt – und über die Zukunft diskutiert. Das Fazit: „Schätzungen zufolge wären in hundert Jahren bei einer globalen Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius etwa eine Milliarde Menschen regelmäßig extremen Hitzewellen ausgesetzt“, sagt Hanna Simons, Sprecherin der „Climate Group“. „In Österreich beträgt der Temperaturanstieg schon jetzt mehr als zwei Grad.“