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Personalpolitik

Der Kampf um die Pfründe in der Notenbank

Die neue Aufgabenverteilung zwischen den vier Direktoren der Nationalbank ist umstritten.
Die neue Aufgabenverteilung zwischen den vier Direktoren der Nationalbank ist umstritten.Bloomberg
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Die Aufregung rund um die nicht wirksame Kündigung der Personalchefin überschattet die Pläne, wie die Aufgaben in der Nationalbank zwischen den Direktoren künftig aufgeteilt werden sollen. Das letzte Wort hat der Generalrat.

Wien. Es ist keine Sünde, sich seine Mitarbeiter selbst aussuchen zu wollen, wenn man die Führung einer Institution übernimmt – es ist selbstverständlich. Was der neue Gouverneur der heimischen Nationalbank (OeNB), Robert Holzmann, aber offenbar vergessen hat: Die Notenbank ist nicht irgendeine Institution, sondern eine Hochburg gewachsener Strukturen. Und: Er kam dank der FPÖ in einen Chefsessel, der bisher der ÖVP und SPÖ vorbehalten war.

So scheiterte Holzmanns Versuch, die strategische Personalplanung von Susanna Konrad-El Ghazi an sich zu ziehen und die Personalchefin auch gleich zu kündigen. Er ging nicht korrekt vor, weihte nur Eduard Schock ein, seinen FPÖ-Kollegen im Direktorium, und ließ die beiden ÖVP-nahen Direktoren, Gottfried Haber und Thomas Steiner, außen vor. Die Belegschaft tobte, der Betriebsrat wurde aktiv, OeNB-Präsident Harald Mahrer intervenierte – es bleibt vorerst alles beim Alten.