Venedigs neuer Plan gegen Touristenmassen

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APA/AFP/MIGUEL MEDINA

Bürgermeister Brugnaro fordert ein Gesetz, um die Vermietung von Wohnungen einzuschränken. Es geht vorrangig um Airbnb.

Overtourism: Auf kaum eine Stadt der Welt trifft dieser Ausdruck besser zu als Venedig. Nun hat Bürgermeister Luigi Brugnaro einen neuen Plan  gegen den Massentourismus: Er  fordert ein gesamtstaatliches Gesetz, mit dem die Zahl der Wohnungen, die an Touristen vermietet werden dürfen, eingeschränkt wird. "Leider hat die Gemeinde Venedig heute nicht diese Zuständigkeit", sagte Brugnaro Medien zufolge.

"Man müsste eine zeitliche Grenze für die an Touristen vermittelten Wohnungen setzen. Zum Beispiel könnte man die Regel einführen, dass man lediglich 100 Tage im Jahr an Touristen vermieten kann. Damit wäre es günstiger, Wohnungen längerfristig zu vermieten. Wir wollen ein dementsprechendes Gesetz der Region Venetien und der Regierung in Rom vorschlagen, damit es zu einer Lösung kommt", so Brugnaro.

Venedig und Florenz haben sich kürzlich der Kampagne zehn europäischer Großstädte, darunter Wien, angeschlossen, um von der EU strengere Regeln für die US-Plattform Airbnb zu verlangen. Ziel sei es, die Zahl der an Touristen vermittelten Wohnungen einzuschränken und die Stadtkerne vor dem Massentourismus zu retten.

In Venedig und Florenz ächzen die Bewohner wegen des Touristenansturms unter Lärm und steigenden Mietpreisen. Es gehe darum, die Ansprüche von Gästen und Einwohnern in Einklang zu bringen, lautet die Forderung der beiden Kunststädte. Das Wachstum der Internet-Anbieter müsse in geordnete Bahnen gelenkt werden.

(apa)