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Uhrentrend: Pre-Owned

Bucherer steigt in der Schweiz in den Markt mit gebrauchten Uhren ein.
Bucherer steigt in der Schweiz in den Markt mit gebrauchten Uhren ein.(c) Beigestellt
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Einen Boom erleben derzeit Zeitmesser aus zweiter Hand.

Trend ist Trend. Oder: Trend ist im Trend. Egal, wie man die Sache mit angesagten Strömungen dreht und wendet, gefeit davor ist so gut wie keine Branche. Auch das von ihrer Natur her eher konservativ beschaffene Geschäft mit Uhren hat in Sachen Trends einiges zu bieten. Einen Boom erleben derzeit Zeitmesser aus zweiter Hand. Diese nennen sich CPO und PO. Man sieht, Abkürzungen sind nicht nur das Revier Whats-App-chattender Kids. CPO meint Certified-Pre-Owned, PO bedeutet demnach Pre-Owned. Beides klingt auf jeden Fall besser als „gebraucht" oder „Secondhand", und auch oder gerade beim Geschäft mit Preziosen macht der Ton die ­Musik. Dennoch handelt es sich auf gut Deutsch gesagt in erster Linie um mechanische Zeitmesser, die bereits ein- oder mehrere Vorbesitzer haben, deswegen aber noch lang nicht zum alten Uhreneisen gehören. Ganz im Gegenteil, wohl kaum würde sich sonst auch das traditionsreiche 130  Jahre alte Unternehmen Bucherer seit 3.  September (vorerst nur in der Schweiz) um ein Stück dieses Kuchens bemühen. So soll das boomende Segment nicht völlig dem Internethandel über Plattformen wie Chrono 24 oder Watchbox überlassen werden. Bucherer dürfte gute Aussichten haben, in diesem Bereich zu punkten, denn gerade der Kauf einer bereits getragenen Uhr erhöht das Bedürfnis nach Vertrauen seitens des Kunden. Dass sich das Geschäft mit bereits getragenen Uhren als ein erfolgreiches herausstellt, unterstreicht einmal mehr den Gedanken von der „guten alten Zeit". Oder anders gesagt: Die neue Uhr von heute ist die pre-owned von morgen.