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Graz will Kopenhagen werden – und Rädern Vorrang geben

Zehn Millionen Euro sollen pro Jahr für Schnellrouten und Garagen ausgegeben werden. Kfz-Parkplätze werden geopfert.

Graz. Die steirische Landeshauptstadt will sich an den Großen orientieren, was die öffentliche Förderung des Radverkehrs betrifft. Jedenfalls wollen Graz und das Land Steiermark bis zum Jahr 2030 für eine bessere Radinfrastruktur in Österreichs zweitgrößter Stadt 100 Millionen Euro investieren. Radschnellrouten und Fahrradgaragen sind geplant.

Der Radverkehr in Graz solle in Zukunft Vorrang bekommen, und auch Autoparkplätze könnten dafür geopfert werden, kündigte Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz an. Er will zusammen mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), dessen Stellvertreter, Michael Schickhofer, Landesrat Anton Lang (beide SPÖ) und Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen. Heute werden in Graz (noch) vier von zehn Autofahrten auf einer Distanz unter fünf Kilometern zurückgelegt.

 

33 Euro pro Einwohner

International wäre Graz mit der angekündigten Investition laut Bürgermeister Nagl Aushängeschild und Vorbild für europäische Städte. In Kopenhagen und Amsterdam werden jährlich 21,5 beziehungsweise 11,0 Euro pro Einwohner in den Radverkehr investiert. In Graz wären es jährlich dann sogar 33 Euro pro Kopf. (red./APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.10.2019)