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Berlin gibt Geld für E-Autos

Die deutsche Kanzlerin, Angela Merkel, will den Verkehr mit Kaufprämien für Elektroautos und mehr Ladestellen sauberer machen.
Die deutsche Kanzlerin, Angela Merkel, will den Verkehr mit Kaufprämien für Elektroautos und mehr Ladestellen sauberer machen.REUTERS

Die deutsche Kanzlerin, Angela Merkel, will den Verkehr mit Kaufprämien für Elektroautos und mehr Ladestellen sauberer machen.

Berlin. Kurz vor dem deutschen „Autogipfel“, bei dem die Zukunft der volkswirtschaftlich so wichtigen Branche in der Bundesrepublik erläutert werden soll, stellte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Sicht der Dinge per Videobotschaft klar: Auch wenn heute auf den Straßen noch Autos mit Verbrennungsmotor dominierten, die Zukunft gehöre auch der E-Mobilität. Mit zusätzlichen Kaufprämien für Elektroautos und einem Ausbau des Ladestellennetzes will Berlin daher die Deutschen dazu bewegen, auf strombetriebene Fahrzeuge umzusteigen. Finanziert werden soll die Kaufprämie jeweils zur Hälfte von den Steuerzahlern und zur Hälfte von der Autoindustrie. Auch den geplanten Ausbau der E-Ladestationen auf eine Million Stück im Jahr 2030 schultern Bund und Unternehmen gemeinsam.

„Wir werden darüber reden, wie Menschen die Transformation vom klassischen Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität schaffen können“, sagte die Bundeskanzlerin. „Wir wollen unsere Fachkräfte mitnehmen auf den Weg in eine moderne, klimafreundliche Zukunft.“ Die Zukunft der Mobilität werde viel vernetzter gedacht, sagte Merkel. Menschen könnten Plattformen nutzen, um zu entscheiden, wie sie am klimafreundlichsten von einem Ort zum anderen gelangen. Die Kanzlerin betont auch, dass in der Zukunft autonom fahrende Fahrzeuge eine größere Rolle spielen werden. „Hier spielt natürlich die Digitalisierung und der Umgang mit Daten eine ganz wesentliche Rolle, auch Datenschutz und Datensouveränität“, sagte Merkel.

 

Mehr Ladestellen bei Supermärkten

Der „Autogipfel“ soll am heutigen Montag auch über einen möglichst koordinierten Ausbau der Ladeinfrastruktur beraten. Bis 2023 sollen laut Ministerium drei Milliarden Euro in die Tank- und Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw mit CO2-freien Antrieben investiert werden. Zusätzlich zum verstärkten Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur sollen kommendes Jahr erstmals auch 50 Millionen Euro für private Lademöglichkeiten bereitgestellt werden. Ziel ist, mehr Ladepunkte auch an Kundenparkplätzen etwa von Supermärkten zu fördern. (red./ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2019)