Keiner schrieb so großartige Hassreden wie Shakespeare (hier Richard III. in der Schaubühne Berlin).
Der literarische Hass-Effekt

Welche Autoren am besten hassen

Wer sind die Meister der Hassrede unter den Schriftstellern? Im Buch „Mit Dolchen sprechen“ des Literaturtheoretikers Karl Heinz Bohrer nehmen Österreicher eine herausragende Rolle ein – auch Handke.

Hamlet, ein Melancholiker? Viel eher ein Meister der Grausamkeit. Michael Kohlhaas, ein Kämpfer für die Gerechtigkeit? Eher Kleists vielleicht bester Hassredner. Und Handke, ein Dichter des Sanften? Wenige in der Literatur hassen so gut wie er. So sieht das zumindest der deutsche Literaturtheoretiker Karl Heinz Bohrer in seinem neuen, bei Suhrkamp erschienenen Buch „Mit Dolchen sprechen. Der literarische Hass-Effekt“.