Umstrittene Reform

Leichtathletik: Diskus als Diamond-League-Disziplin gestrichen

ATHLETICS-WORLD-2019
APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

Bittere Nachrichten für Lukas Weißhaidinger, er verliert seine größte Einnahme-Quelle. 2020 gibt es in der höchsten Turnierserie keine Diskus-Bewerbe mehr.

Für die Diamond League der Leichtathleten im kommenden Jahr wurde die Anzahl der Disziplinen von 16 auf 12 reduziert. Nicht mehr im Programm sind 2020 sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen Diskus, Metier von WM-Bronzemedaillengewinner Lukas Weißhaidinger, Dreisprung, 3.000 m Hindernis und 200 m.

Zum Programm 2020 gehören 100 m, 110/100 m Hürden, 400 m, 400 m Hürden, 800 m, 1.500 m, 3.000 m, Weitsprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Speer und Kugelstoßen. 15 Meetings stehen im Kalender.

Diskus scheint jetzt im neu geschaffenen IAAF Continental Cup auf. Mehr als zehn Ein-Tages-Wettkämpfe sind geplant, unter anderem in Stockholm, Tokio, Zagreb, Turku und Hengelo. Weißhaidinger kann mit dieser Entwicklung gut leben. „Im ersten Moment war ich natürlich enttäuscht. Andererseits: Das neue Format bedeutet für mich mehr Wettkämpfe als im letzten Jahr und die Top-Leute werden in jedem Fall mit dabei sein. Viel wird sich für mich eigentlich gar nicht ändern“, sagte der WM-Dritte.

Mit der IAAF-Entscheidung, den Diskus-Bewerb aus der Diamond League zu streichen, sei laut Weißhaidinger-Coach Gregor Högler zu rechnen gewesen. „Ich glaube nicht, dass sich die IAAF damit einen guten Dienst erweist. Andererseits sehe ich im Continental Cup die Chance, dass Luki nächstes Jahr international deutlich öfters im Fernsehen zu sehen sein wird. Das kann für uns nur gut sein. Und so kommen wir wahrscheinlich zu einem Test-Event in Tokio. Vielleicht hilft uns das für Olympia“, meinte Högler.