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Prostitution

Papst prangert in Thailand "Plage" des sexuellen Missbrauchs an

Papst Franziskus in Thailand.
Papst Franziskus in Thailand.(c) REUTERS (Remo Casilli)
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Franziskus besucht heute König Maha Vajiralongkorn "Rama X." und feiert eine Heilige Messe im Nationalstadion. Zuvor fand er äußert kritische Worte für Sextourismus und Kinderprostitution.

Papst Franziskus ist am Mittwoch in Thailand gelandet, heute, Donnerstag, beginnt er mit seinem Programm in Bangkok. Es steht unter anderem ein privater Besuch bei König Maha Vajiralongkorn "Rama X." im "Amphorn Royal Palace" an, im Anschluss feiert der Heilige Vater Messe im Nationalstadion. Und inmitten des Ganzen, fand das katholische Kirchenoberhaupt auch schon mahnende Worte.

"Ich denke auch an all jene Frauen und Kinder unserer Zeit, die besonders verletzt und vergewaltigt werden, und jeder Form von Ausbeutung, Sklaverei, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind", sagte Franziskus bei einem Treffen mit Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und Regierungsvertretern. Zugleich lobte Franziskus "Anstrengungen" der Regierung, "diese Plage auszurotten" und "dieses Übel auszumerzen und einen Weg anzubieten, ihnen ihre Würde zurückzugeben".

Sextourismus und Kinderprostitution sind in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern verbreitet. Auch aus Österreich reisen Männer an, um Sex mit Einheimischen zu haben, oft auch Minderjährigen. Prostitution ist in Thailand eigentlich verboten.

In Thailand ist seit einem Militärputsch 2014 der ehemalige General Prayut an der Macht. Seit einer Parlamentswahl im Frühjahr, die von Manipulationsvorwürfen überschattet wurde, ist er Ministerpräsident einer Koalitionsregierung. Franziskus lobte die Wahlen bei seinem Besuch als "Rückkehr zum normalen demokratischen Prozess". Am Mittwoch hatte Thailands Justiz dem prominentesten Politiker der demokratischen Opposition das Abgeordnetenmandat entzogen.

(APA/dpa)