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Oberbank nach drei Quartalen mit mehr Gewinn

Oberbank(c) Clemens Fabry

Das Beteiligungsergebnis der Bank ist wegen der schwacher voestalpine um 42,8 Prozent eingebrochen.

Nach drei Quartalen hat die Oberbank, die neben der Kärntner BKS und der Tiroler BTV Teil der 3-Banken-Gruppe ist, mehr Gewinn erzielt. Erfreulich lief für die Bank das Kreditgeschäft, während das Beteiligungsergebnis wegen der schwachen Ergebnisentwicklung bei der voestalpine deutlich zurückging, wie die Oberbank am Freitag mitteilte.

So brach das Equity-Beteiligungsergebnis um 42,8 Prozent auf 39,2 Mio. Euro ein. "Grund ist insbesondere die Ergebnisentwicklung der voestalpine, die die Ergebnisbeiträge unserer Schwesterbanken nicht kompensieren konnten", schrieb die Bank in ihrem Quartalsbericht. Im ersten Halbjahr 2019/20 hat die voestalpine einen massiven Gewinnrückgang von 64 Prozent erlitten. Der Stahlkonzern begründete die Entwicklung mit einer "deutlichen Eintrübung des wirtschaftlichen Umfeldes". Die Oberbank hält rund 8,1 Prozent an der voestalpine.

Dagegen lief das Kreditgeschäft der Oberbank gut. Zum Ende des dritten Quartals betrug das Kreditvolumen 16,6 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 5,9 Prozent im Jahresabstand. Das Zinsergebnis stieg um 4,6 Prozent auf 258,9 Mio. Euro, das Provisionsergebnis legte um 1,6 Prozent auf 121,2 Mio. Euro zu.

Gesamtjahr auf Vorjahresbasis erwartet

Der Periodenüberschuss nach Steuern erhöhte sich nach neun Monaten um 7,8 Prozent auf 195,2 Mio. Euro. Die harte Kernkapitalquote lag bei 16,77 Prozent, die Kostenquote - das Verhältnis der Kosten zu den Einnahmen (Cost-Income-Ratio) - blieb bei 49,61 Prozent stabil (Vorjahresperiode: 49,70 Prozent). Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand, "dass das Ergebnis der Oberbank 2019 vor und nach Steuern annähernd das Ergebnis des Vorjahres erreichen wird," hieß es im Ausblick.

Der Gerichtsstreit zwischen der UniCredit-Tochter Bank Austria und der 3-Banken-Gruppe geht indessen weiter. Die Oberbank teilte in ihrem Quartalsbericht nur mit, dass es in der Causa noch keine Entscheidung gebe. Am 22. November wurde am Landesgericht Linz das Beweisverfahren eröffnet. In dem Streit geht es um den Vorwurf der Bank Austria, dass Kapitalerhöhungen der letzten Jahrzehnte nicht wirksam zustande gekommen seien, die untereinander verflochtenen Banken diese selbst finanziert hätten und dass Geld im Kreis geschickt worden wäre. Die Regionalbanken weisen diese Vorwürfe zurück.

(APA)