Schnellauswahl
Ski alpin

Shiffrin deklassiert die Konkurrenz im Killington-Slalom

Mikaela Shiffrin
Mikaela ShiffrinGEPA pictures

Mikaela Shiffrin feierte einen Heimsieg mit über zwei Sekunden Vorsprung auf Petra Vlhova. Katharina Liensberger wurde Sechste.

Mikaela Shiffrin hat ihre Vormachtstellung im Slalom in Killington neuerlich untermauert. Der US-Star gewann auch den zweiten Saisonbewerb eindrucksvoll mit 2,29 Sekunden Vorsprung auf die Slowakin Petra Vlhova. Dritte wurde die Schwedin Anna Swenn-Larsson (+2,73). Mit ihrem 62. Weltcupsieg zog Shiffrin in der ewigen Bestenliste im Alter von gerade einmal 24 Jahren mit Österreichs Jahrhundertgröße Annemarie Moser-Pröll gleich. Nur noch Shiffrins Landsfrau Lindsey Vonn hat mit 82 Siegen noch mehr zu Buche stehen.

Shiffrin stellte schon in Lauf eins mit 1,13 Sekunden Vorsprung auf Vlhova die Weichen zum klaren Sieg und ließ auf dem für sie maßgeschneiderten, eisigen Hang in der Entscheidung trotz letzter Startnummer und Windböen nicht nach. Damit gewann sie seit dem Weltcup-Comeback von Vermont nun auch den vierten Weltcup-Slalom an der US-Ostküste. 

Der zweite Saisonsieg nach Levi war gleichbedeutend mit dem 13. Slalom-Podium der Amerikanerin in Serie, das hatte vor ihr nur die Schweizerin Erika Hess geschafft. In der Weltcup-Langzeitstatistik liegt Shiffrin nur noch hinter Landsfrau Lindsey Vonn, die es auf 82 Siege brachte.

ÖSV-Damen fallen zurück

Katharina Liensberger belegte als Halbzeitvierte am Ende als beste ÖSV-Läuferin Rang sechs (+3,73), Katharina Gallhuber fiel vom fünften auf den achten Platz (+4,15) zurück. Chiara Mair punktete als Zwölfte (+4,67) erstmals im Weltcup, auch Franziska Gritsch schaffte es als 21. (+5,51) ins Klassement.

"Schade, es war nicht mehr einfach zu fahren. Es hat geheißen, von Start bis Ziel runterdrücken, das war leider nicht ganz so auf Zug, wie ich mir gewünscht habe", erklärte Liensberger ihren Rückfall. "Jetzt heißt es, mit jedem Mal mehr Gefühl bekommen."

Für Gallhuber war Killington der erst zweite Slalom nach langer Verletzungspause. "Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein, der Rückstand ist schon sehr erschreckend", gab die Niederösterreicherin, die Shiffrin in ihrer Pause intensiv studiert hatte, zu. "Da sieht man, dass noch irrsinnig viel zu tun ist. Das war trotzdem ein Schritt nach vorne, der Weg stimmt."

Bedauerlich war, dass die zur Halbzeit achtplatzierte Katharina Huber im Finale ausschied und mit Katharina Truppe die vierte "ÖSV-Kathi" und nach dem Ausfall von Bernadette Schild derzeit beste ÖSV-Slalomdame schon im ersten Lauf ausschied. Eine Woche davor war Truppe in Levi als Dritte noch erstmals auf das Podest gestürmt.

(red/APA)