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Arbeitsmarkt

Immer mehr Teilzeitjobs, vor allem für Frauen

APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
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Jeder zehnte Mann, der unselbständig erwerbstätig ist, hat einen Teilzeitjobs. Die Teilzeitquote bei den Frauen nähert sich er 50-Prozent-Marke.

Die Zahl der unselbstständig Erwerbstätigen hat sich heuer im dritten Quartal erhöht. Zuwächse gab es dabei aber nur bei Teilzeitjobs, während es bei der Vollzeit einen Rückgang gab. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, die Zahl der offenen Stellen gestiegen. Frauen hätten etwas mehr von der verbesserten Arbeitsmarktsituation profitiert, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit.

Insgesamt waren im dritten Quartal 4,391.400 in Österreich wohnhafte Personen (ab 15 Jahren) erwerbstätig, davon 3,863.500 unselbstständig Erwerbstätige sowie 527.900 Selbstständige und mithelfenden Familienangehörige (plus 15.100).

Die Zahl der unselbstständig Erwerbstätigen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10.500. Dabei konzentrierte sich das Beschäftigungsplus bei den Unselbstständigen ausschließlich auf Teilzeitstellen (plus 21.000), während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten sank (minus 10.500).

Bei der Arbeitslosenzahl (nach internationaler Definition) gab es einen Rückgang um 22.400 auf 203.600 Personen. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,4 Prozent (nach 4,9 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen fiel bei Männern um 6.100 auf 109.400, bei Frauen um 16.300 auf 94.200.

Bei den Teilzeitbeschäftigten gab es im dritten Quartal 2019 einen Anstieg, nachdem ihre Zahl in den vergangenen fünf Quartalen entweder zurückgegangen war oder stagnierte. Das Plus betrug 27.900 auf 1,220.700 Personen und basierte zu fast 80 Prozent auf einem Zuwachs bei Frauen (plus 22.000). Die Zahl der teilzeitbeschäftigten Männer stieg um 5.900. Die Teilzeitquote bei den Frauen erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 47,2 Prozent. Bei Männern stieg sie unwesentlich auf 10,7 Prozent.

Die Zahl der Vollzeiterwerbstätigen lag mit 3,170.700 auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Ein Jahr zuvor - vom dritten Quartal 2017 zum dritten Quartal 2018 - habe es dagegen einen starken Anstieg von 73.700 Erwerbstätigen mit Vollzeitbeschäftigung (zumeist Männer), gegeben, so die Statistik Austria.

Mehr Jobs für Frauen

Frauen hätten sowohl vom leichten Beschäftigungszuwachs als auch vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr stärker profitiert als Männer. Vom Anstieg von insgesamt 25.700 Erwerbstätigen seien rund zwei Drittel auf Frauen entfallen. Das moderate Plus bei der Erwerbstätigenquote sei bei Frauen (plus 0,5 Prozentpunkte auf 69,6 Prozent) ein wenig deutlicher ausgefallen als bei Männern (plus 0,3 Prozentpunkte auf 78,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote verringerte sich bei Männern damit um 0,3 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent, bei Frauen um 0,8 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent.

Im dritten Quartal seien auch wieder mehr Ältere und mehr Personen mit Hochschulabschluss erwerbstätig gewesen. In der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre seien es um 23.600 Personen mehr gewesen. Der seit einigen Jahren beobachtete Anstieg der Erwerbsbeteiligung bei älteren Erwerbstätigen habe sich diesmal nur bei Frauen (plus 1,0 Prozentpunkte) gezeigt. Bei den Männern sei sie um 0,8 Prozentpunkte gesunken. Die Erwerbstätigenquote der ausländischen Staatsangehörigen blieb mit 67,6 Prozent nahezu unverändert. Bei Akademikern stieg sie um 1,2 Prozentpunkte auf 85,4 Prozent.

Bei den Arbeitslosen gab es auch Rückgänge bei den 25- bis 34-Jährigen (minus 11.000), den Langzeitarbeitslosen (minus 10.300) sowie bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss (minus 15.900) auf. Die Zahl der offenen Stellen erhöhte sich geringfügig auf 128.900 (126.300).

(APA)