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Interview

RBI-Chef Strobl: „Manche Jobs wird es nicht mehr geben“

„Wir haben in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass wir uns gewünscht hätten, dass die EZB ihre Zinspolitik ändert“, sagt RBI-Chef Johann Strobl.Fabry

Die Raiffeisen Bank International will ihre Organisation schlanker machen, sagt RBI-Chef Strobl. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Belegschaft. Der Grund dafür sind die Veränderungen beim Kundenverhalten.

Die RBI hat im dritten Quartal erstmals seit längerem wieder mehr Geld für faule Kredite zurücklegen müssen. Sind die fetten Jahre wieder vorbei?

Johann Strobl: Wir haben immer noch eine relativ gute Konjunktursituation, obwohl sie sich natürlich abgeschwächt hat. Die vergangenen Jahre waren in den Ländern, in denen wir tätig sind, aber auch außergewöhnlich gut. Daher ist diese Abschwächung in einigen Ländern sogar willkommen, weil es bereits Tendenzen zur Überhitzung gegeben hat. Was wir in den Risikokosten im dritten Quartal gesehen haben, ist nach wie vor weit weg von einem normalen Jahr. Es ist also wesentlich besser.

Vor zehn Jahren hieß es: Wenn Westeuropa einen Schnupfen hat, bekommt Osteuropa eine Grippe. Ist dem nicht mehr?