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Säbelrasseln bei A1: Warnstreiks am Donnerstag?

Telekom Austria AG's A1 Phone Stores Ahead Of Third-Quarter Results
SymbolbildBloomberg
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Die KV-Verhandlungen spießen sich. Der Betriebsrat fordert eine Gehaltserhöhung von 2,3 Prozent.

Wien. Neun Mal wurde schon im Zuge der KV-Runde verhandelt – ohne Ergebnis. Jetzt droht der Betriebsrat der A1 Telekom Austria mit Streik. „Wir haben dem Management für ein annehmbares Angebot bis Mittwoch Zeit gegeben, sollte es keines geben, finden am Donnerstag vormittag in ganz Österreich an 20 Standorten Warnstreiks statt“, sagt Betriebsratsvorsitzender Werner Luksch zur „Presse“.

Luksch – und auch der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) – ist das Angebot des teilstaatlichen Konzerns zu niedrig. Es lag zuletzt bei 1,4 Prozent für Beamte und 2,1 Prozent für Angestellte, mit einer Deckelung von 75 Euro. Das sei „unverschämt niedrig“, sagte GPF-Vorsitzender Helmut Köstinger. Die GPF ist für die Telekom, die Post, den Postbus und die Austro Control zuständig.

Luksch fordert für seine Kollegen – verhandelt wird für alle Gruppen gemeinsam – eine Gehaltserhöhung von 2,3 Prozent. So viel erbrachte die Beamtenlohnrunde und so viel erhalten auch die Mitarbeiter der privaten Telekom-Unternehmen Magenta und Hutchison („3“). Das Durchschnittsgehalt bei A1 liegt laut Luksch bei 77.000 Euro brutto pro Jahr.

Der Konzern, der mehrheitlich der mexikanischen America Movil gehört, beschäftigt derzeit rund 11000 Menschen. Davon sind 1200 Leasingkräfte und rund 5000 Beamte, von denen wiederum 1600 im Zuge des Anfang 2019 verlängerten Vorruhezustand-Modells karenziert sind.

Eine Streikfreigabe haben sich die Arbeitnehmervertreter schon vom ÖGB geholt. Bei der Aufsichtsratssitzung am Montag habe man Kampfbereitschaft signalisiert. Luksch hofft dennoch auf eine Einigung. Bei den Warnstreiks würden die Servieline, der Kundendienst und die Shops betroffen. (eid)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.12.2019)