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Verheerende Buschbrände

Australien: Premier bricht nach Kritik Hawaii-Urlaub ab

Ein Hubschrauber bei Löscharbeiten in Australien.APA/AFP/PETER PARKS
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Nachdem am Donnerstag zwei Feuerwehrmänner im Kampf gegen die seit Wochen wütenden Brände starben, reist Scott Morrison in sein Heimatland zurück. Seine Abwesenheit hatte Proteste ausgelöst.

Der australische Premierminister Scott Morrison hat nach heftiger Kritik an seiner Abwesenheit während der verheerenden Buschbrände in seiner Heimat seinen Urlaub auf Hawaii abgebrochen. Sollten sich die von den Bränden Betroffenen durch seine Reise angegriffen fühlen, bedaure er dies "zutiefst", erklärte Morrison am Freitag. Nach dem Tod zweier Feuerwehrleute werde er so schnell wie möglich zurückkehren, fügte er hinzu.

Am Donnerstag waren zwei Feuerwehrmänner im Kampf gegen die seit Wochen wütenden Buschbrände ums Leben gekommen. Bei ihrem Einsatz in Buxton rund hundert Kilometer südwestlich der Metropole Sydney war ihr Fahrzeug gegen einen Baum gefahren, wie die Feuerwehr des Bundesstaates New South Wales mitteilte. Drei weitere Feuerwehrleute wurden bei dem Unfall verletzt.

Morrisons Abwesenheit war heftig kritisiert worden und löste Proteste sowie eine Flut wütender Kommentare unter dem Hashtag #WhereIsScomo (zu deutsch: Wo ist Scott Morrison?) in Onlinenetzwerken aus. Der Druck auf den Premier erhöhte sich noch, als dessen Büro sich zunächst weigerte, seinen Aufenthaltsort preiszugeben.

Knapp ein Drittel der Fläche Österreichs niedergebrannt

"Wir sehen einen absoluten Mangel an Führungsstärke dieser Regierung, und es ist eine Schande", sagte Leighton Drury, Vorsitzender einer Feuerwehrgewerkschaft. "Wo zum Teufel sind Sie?", fragte er an Morrison gewandt.

Die Behörden hatten wegen der Brände am Donnerstag einen siebentägigen Ausnahmezustand in New South Wales ausgerufen. In dem Bundesstaat wüten seit Wochen rund hundert Buschbrände, von denen bisher nur etwa die Hälfte unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zugleich herrscht eine Rekordhitze. Große Landstriche sowie die Millionenmetropole Sydney leiden weiter unter giftigen Rauchschwaden.

Auch andere Teile Australiens werden von weitflächigen Bränden heimgesucht. Mit den jetzigen Opfern in der Feuerwehr kamen bisher landesweit mindestens acht Menschen in Folge der Feuer ums Leben. Mehr als 800 Häuser wurden zerstört und eine Gesamtfläche von mindestens drei Millionen Hektar niedergebrannt. Das entspricht etwas weniger als einem Drittel der Fläche Österreichs.

(APA/AFP)

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