Ein Schritt nach vorne. Danach kamen zehn Meter im freien Fall. Und ein Aufprall auf dem Wasser, bei dem die Wirbelsäule zusammengestaucht wurde.
Selbstversuch

Wie ein Sprung ins harte Wasser enden kann

Es hätte ein Selbstversuch werden sollen, der Sprung vom Zehnmeterturm. Doch es lief nicht wie geplant. Und endete mit einem gebrochenen Wirbel im Unfallkrankenhaus.

Die Dame am Empfang des Unfallkrankenhauses wirkt genervt. „Was ist passiert?“ „Ich habe mich bei der Arbeit verletzt, als ich vom Zehnmeterturm gesprungen bin.“ „Was arbeiten Sie?“ „Ich bin Journalist.“ „Und da haben Sie recherchiert, wie man in ein Becken springt?“ „Nun, . . . ja.“ Da muss ich selbst ein bisschen lachen. Wobei, so wirklich zum Lachen zumute ist mir in diesem Moment eigentlich nicht.

Zehn Jahre „Presse am Sonntag“, da könnte man doch auch wieder den Selbstversuch ausgraben. Diese Reihe, in der ich eine Zeit lang alles Mögliche versucht habe – Essen in der U-Bahn, natürlich mit Besteck, im Bademantel in die Arbeit fahren oder im Schnee auf der Donauinsel ein Sonnenbad nehmen. Nur, so mein Gedanke, müsste es für das Jubiläum schon etwas Spezielles sein. Etwas, das dem Anlass würdig ist. Und irgendwann war sie dann eben da, die Idee. Sich trauen, vom Zehnmeterturm ins Wasser zu springen.