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Fontänen voller Tränen

Kara Walker vor ihrem antikolonialistischen Triumphbrunnen „Fons Americanus“ in der Tate Modern.
Kara Walker vor ihrem antikolonialistischen Triumphbrunnen „Fons Americanus“ in der Tate Modern.(c) Ben Fisher
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US-Künstlerin Kara Walker hat in die Tate Modern einen riesigen Brunnen gestellt – eine spritzende Anklage gegen die in Londons Denkmälern zelebrierte Geschichte des Kolonialismus.

Doch etwas fassungslos steht man zur Zeit in der riesigen Turbinenhalle der Tate Modern – vor einem ähnlich riesigen Monstrum von einem Springbrunnen. Fast 13 Meter hoch, (augenscheinlich nur) aus edlem weißen Stein gemeißelt, spritzen dort ganz oben aus den Brüsten einer überlebensgroßen, halbnackten Frau die Fontänen. Um sich über mehrere ungewöhnliche allegorischen Gestalten in ein flaches Haifischbecken samt schauriger Kenterszenen zu ergießen.