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Urschitz meint

Die Pharisäer und ihr Davoser Veggie-Tag

Klimaretter im Privatjet haben ein kleines Akzeptanzproblem.

Das Klima, besser gesagt dessen Reaktion auf übertriebenen CO2-Eintrag durch Menschen, wird das Treffen der 3000 wichtigsten Politiker und Wirtschaftskapitäne des Globus (ergänzt durch Glamour-Zelebritäten aus Showbusiness und internationalem Hochadel) in Davos dominieren: Erstmals in der Geschichte des Weltwirtschaftsforums findet sich im unter Topmanagern im Vorfeld des Treffens erhobenen „Global Risk Report“ kein einziges Nicht-Klimathema unter den fünf wichtigsten Langfrist-Risken für die Menschheit.

Klimaschutz ist also ganz oben angekommen. Man sieht das auch daran, dass die Bosse und Staatenlenker am zweiten Tag des Forums der Fleischeslust total entsagen wollen. Wegen dem Klima wär's. Im Kongresszentrum gibt es dann nur Vegetarisches für die Teilnehmer, deren mehr als 1000 Privatjets währenddessen auf den umliegenden drei Flughäfen parken. Schließlich ist ihnen der First-Class-Anflug im grindigen Linienjet nicht zuzumuten. Nicht einmal aus Gründen der Symbolik.