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Kritik

Faszinierende "Salome" im Theater an der Wien

Salome im Theater an der Wien.APA/WERNER KMETITSCH
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Marlis Petersen beeindruckt in Nikolaus Habjans intensiver Inszenierung von „Salome“. Sie und Johan Reuter als Prophet Jochanaan werden durch Puppen verdoppelt, das funktioniert.

So schizophren war Salome selten. Eine Frau, die den einen umarmt und doch der Stimme des anderen folgt, die schwankt und zaudert, während sie gleichzeitig immer selbstbewusster wird – und die sich schlussendlich von sich selbst befreit. In Nikolaus Habjans atmosphärisch dichter Inszenierung werden die Zerrissenheit der Titelfigur, ihre anfängliche Unsicherheit und der Kampf mit sich selbst durch die Dopplung mit einer seiner mittlerweile auf hiesigen Bühnen gut bekannten Klappmaul-Puppen umgesetzt.