Schnellauswahl
Interview

ÖBB-Chef Matthä: "Unsere Schulden werden schneller steigen"

„Ich bin gerne bereit, die Bahn weiter zu führen“, sagt Andreas Matthä. Sein Vertrag läuft noch bis Mai 2021.
„Ich bin gerne bereit, die Bahn weiter zu führen“, sagt Andreas Matthä. Sein Vertrag läuft noch bis Mai 2021.Clemens Fabry/Die Presse
  • Drucken
  • Kommentieren

ÖBB und Grün seien eine „natürliche Symbiose“, sagt Bahnchef Andreas Matthä. Der geplante Ausbau und das 1-2-3-Ticket seien zwar strategisch richtig, brächten die Bahn aber wirtschaftlich auch unter Druck.

Das 1-2-3-Ticket gilt als „Herzensprojekt“ der neuen Regierung. Sie haben sich bisher kaum dazu geäußert. Was halten Sie von der Idee? Ist sie machbar und bezahlbar?

Andreas Matthä: Die politische Willensbekundung, die dahinter steht, nämlich die Ticketpreise zu senken, kann ich gut verstehen. In Wien, Vorarlberg und Tirol, wo wir schon sehr attraktive Tarife haben, sehen wir auch deutliche Fahrgastzuwächse. Ähnliches erwarten wir vom 1-2-3-Ticket und unterstützen dieses Projekt daher mit voller Tatkraft. Aber es ist eine sehr komplexe Aufgabe. Bei den Kosten kann man noch wenig sagen. In der Dimension wird es um dreistellige Millionenbeträge gehen.

Wie groß schätzen Sie die Nachfrage nach dem 1-2-3-Ticket ein?