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Bilanz

Bawag fährt Rekordgewinn ein und erhöht Dividende kräftig

Bawag-Chef Anas Abuzaakouk
Bawag-Chef Anas AbuzaakoukHERBERT NEUBAUER / APA /
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Die börsenotierte Bawag hat im Vorjahr vor Steuern mehr als 600 Millionen Euro verdient. Die Dividende wird um 20 Prozent aufgestockt.

Die Bawag Group legte am Mittwoch erneut Rekordzahlen vor: Nach vorläufigen Zahlen stieg im Vorjahr der Vorsteuergewinn um sechs Prozent auf 604 Millionen Euro, was auf höhere operative Erträge  und ein diszipliertes Kostenmanagement zurückgeführt wird. Der Nettgewinn war mit 459 Millionen Euro um fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 5,22 Euro (plus 19 Prozent). Bank-Chef Anas Abuzaakouk stellte den Aktionären eine um 20 Prozent erhöhte Dividende in Aussicht. 2,61 Euro Anteilsschein sollen ausgeschüttet werden, insgesamt rund 230 Millionen Euro.

Seit dem Börsengang im Oktober 2017 hat die Bawag mehr als 900 Millionen Euro Kapital an ihre Aktionäre in Form von Rückkäufen und Auschüttungen zurückgegeben.

Heuer soll es ein weiteres Wachstum geben. Der Jahresüberschuss vor Steuern soll auf über 640 Millionen Euro steigen, der Nettogewinn auf über 480 Millionen Euro. Der Anteil der Kosten an den Einnahmen (Cost/Income Ratio) soll von zuletzt 42,7 Prozent auf unter 40 Prozent fallen. Das Kernkapital soll bei 13 Prozent zu liegen kommen. "Wir freuen uns auf die Zukunft und sind überzeugt davon, dass wir die Ziele für 2020 erreichen werden", sagte CEO Anas Abuzaakouk laut Aussendung.

Die Bawag Group AG ist die börsennotierte Holdinggesellschaft der Bawag P.S.K. mit Sitz in Wien und den wesentlichen Töchtern easybank, easyleasing und start:bausparkasse in Österreich sowie der Südwestbank, BFL Leasing GmbH, Health Coevo AG und der start:bausparkasse in Deutschland sowie der Zahnärztekasse AG in der Schweiz.

Die Bank hat 70 Prozent ihrer Kredite in den deutschsprachigen Ländern (DACH) vergeben, den Rest in Westeuropa und den USA. Der Anteil der faulen Kredite (NPL) liegt bei 1,7 Prozent, ohne den Sonderfall des gerichtsanhängigen Swap-Deals mit der Stadt Linz sogar nur bei 1,2 Prozent. In Österreich hat die Bank 2,4 Millionen Kunden und 88 Filialen.