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Jahresergebnis

Commerzbank: Gewinn brach um ein Viertel ein

Gewinneinbruch wegen niedriger Zinsen und Kosten für Konzernumbau.
Gewinneinbruch wegen niedriger Zinsen und Kosten für Konzernumbau.(c) APA/dpa/Arne Dedert
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Das Konzernergebnis fiel 2019 um ein Viertel auf 644 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte um 1 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zu.

Die deutsche Commerzbank hat wegen der niedrigen Zinsen und der Kosten für den erneuten Konzernumbau einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Konzernergebnis fiel 2019 um ein Viertel auf 644 Millionen Euro, wie das Geldhaus am Donnerstag, 13. Februar, mitteilte. Im Tagesgeschäft schlägt sich Bank dank wachsender Kundenzahlen besser als erwartet.

Das operative Ergebnis legte 2019 um 1 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zu. Die Erträge stiegen leicht auf 8,64 (Vorjahr: 8,57) Milliarden Euro. Damit schlug sich die Commerzbank besser als von Experten erwartet. Analysten hatten im Schnitt Erträge von 8,58 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 586 Mio. Euro erwartet.

Vorstandschef zeigt sich optimistisch

"Wir haben das Geschäftsjahr mit einem besseren operativen Ergebnis abgeschlossen als zwischenzeitlich erwartet", sagte Vorstandschef Martin Zielke. Die Commerzbank komme beim Konzernumbau schneller voran als geplant. "Das stimmt mich mit Blick auf unsere Renditeerwartung optimistischer, als ich es im vergangenen Herbst war." Anleger und Aufseher hatten das Ziel einer Rendite von vier Prozent im Jahr 2023 als zu wenig ambitioniert kritisiert.

Unter dem Druck der niedrigen Zinsen, dem harten Wettbewerb und den sich verschlechternden Konjunkturaussichten hatte Zielke Ende September unter anderem den Abbau von konzernweit 4300 Stellen, die Schließung von 200 der 1000 Filialen, die Übernahme der Online-Tochter Comdirect sowie den Verkauf der polnischen Tochter mBank angekündigt. Insidern zufolge gab es zuletzt aber nur noch einen aussichtsreichen Bieter für die mBank, nachdem sich andere potenzielle Käufer aus Furcht vor einer Einmischung der Regierung in Warschau zurückgezogen haben.

Gekürzte Dividende

Für 2019 sollen die Commerzbank-Aktionäre eine Dividende von 15 Cent je Aktie erhalten - um 5 Cent weniger als im Vorjahr. Auch für 2020 sollen sie eine Dividende bekommen, die Ausschüttungsquote solle auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr liegen.

Die eingetrübten Konjunkturaussichten bekommt die Commerzbank bereits zu spüren, die Belastungen durch faule Kredite kletterten 2019 um 39 Prozent auf 620 Millionen Euro. Im laufenden Jahr würden die Risikokosten auf mehr als 650 Millionen Euro steigen, erklärte das Bankhaus.

(APA/Reuters)