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Coronavirus

Google kämpft gemeinsam mit WHO gegen "Infodemie"

Verschwörungstheorien in Bezug auf das Coronavirus verbreiten sich fast schneller als das Virus selbst, erklärt WHO-Chef Tedros Adhanom.REUTERS
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1,4 Milliarden Suchergebnisse liefert Google bei der Anfrage nach dem Coronavirus. Vieles davon befeuere Verschwörungstheorien. Dagegen will die Weltgesundheitsorganisation mit Hilfe großer Techfirmen vorgehen.

Weltweit kämpft man gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Doch eine zweite Front baut sich auf, denn im Zusammenhang mit der neuartigen Lungenerkrankung verbreiten sich online ebenso rasant die abstrusesten Gerüchte. Verschwörungstheorien über die Herkunft und Verbreitungsweise des Virus' Sars-CoV-2 und das Anpreisen zweifelhafter Schutz- und Heilmittel sind nicht nur ärgerlich.

"Uns macht die hohe Zahl von Gerüchten und Falschinformationen Sorge, die unseren Einsatz behindern", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Wochenende auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir kämpfen nicht nur gegen eine Epidemie, sondern auch gegen eine „Infodemie“. Fake News verbreiten sich schneller und einfacher als dieses Virus, und sie sind genauso gefährlich."

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In sozialen Netzwerken, aber auch Suchmaschinen finden sich zudem auch noch fragwürdige Tipps, wie man sich vor einer Ansteckung schützen und bei einer Infektion behandeln kann. Der Suchmaschinenkonzern Google hat auf diese "Infodemie" reagiert.

Mehr als 1,4 Milliarden Ergebnisse listet Google bei einer Suche nach "Coronavirus". Wer nach diesem Begriff googelt, bekommt wie gewohnt ein paar Schlagzeilen von News-Webseiten.

(c) Screenshot Google

Darunter präsentiert Google in Zusammenarbeit mit der WHO eine Infobox mit Erklärungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Neben den häufigsten Fragen zu dem Virus gibt es Informationen über die Art der Erkrankung. In weiterer Folge werden ebenfalls Tipps gelistet, wie man sich am besten vor einer Ansteckung schützen kann, ebenfalls von der WHO zur Verfügung gestellt.

WHO holt Google, Twitter und Facebook ins Boot

Google ist nicht das einzige Unternehmen, das die WHO ins Boot holt, im Kampf gegen die Verbreitung der Gerüchte. Tedros nannte unter anderem Facebook, Pinterest, Twitter und Youtube. Wer bei Pinterest nach "Coronavirus" sucht, bekommt als erstes die Schaubilder der WHO, die mit Mythen und Märchen aufräumen.

Einerseits ist diese Informationsdarbietung zu begrüßen, zeigt aber andererseits auch wieder, wie leicht Google mit der Darstellung und Priorisierung der Suchergebnisse seine Nutzer beeinflussen kann.