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Edelmetalle

Wie Wladimir Potanin mit Palladium zum reichsten Russen wurde

Reichster Russe und deklarierter Eishockey-Liebhaber: Wladimir Potanin
Reichster Russe und deklarierter Eishockey-Liebhaber: Wladimir PotaninAnton Novoderezhkin / Tass / picturedesk pic
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Als Oligarch der frühen Stunde hat er Präsident Boris Jelzin gerettet. Später zog er die Fäden für die Olympischen Spiele in Sotschi. Nun aber lässt er als Pionier in einem anderen Bereich aufhorchen. Wer ist der Mann?

Moskau/Wien. Um zu wissen, wie sich die internationalen Rohstoffmärkte so entwickeln, muss man gar nicht zwingend die trockenen Charts und Preisgrafiken studieren. Man kann auch den indirekten Weg gehen und sich etwa die Liste der reichsten Russen zu Gemüte führen. Nahezu alle, die die vordersten Ränge der Multimilliardäre einnehmen, machten und machen den Großteil ihres Vermögens nach wie vor im Rohstoffsektor. Und zwar bei Weitem nicht nur in Öl, Gas und dem für die Stahlerzeugung nötigen Eisenerz, wie das dem Bild, das man gemeinhin vom Land hat, entspricht. Gewiss, diese Kategorie von Magnaten vom Vermögen her zu toppen, gelingt nur selten. Mit den Entwicklungen im vergangenen Jahr aber ist genau das geschehen.

Teurer als Gold

Ziemlich untypisch überholte ein Unternehmer, der über ein Edelmetall herrscht, die anderen Tycoons und wurde laut Forbes-Magazin mit geschätzt 19,7 Milliarden Dollar zum reichsten Russen. Sein Name: Wladimir Potanin. Sein wichtigster Rohstoff: Palladium. Sein Unternehmen: Nornickel (zuvor Norilsk Nickel). 34,6 Prozent hält Potanin als Hauptaktionär an dem Konzern mit seinen rund 83.000 Mitarbeitern. Der Name des Konzerns, dessen wichtigste Förderstätten im nordrussischen Gebiet Taymir und auf der Halbinsel Kola an der Barentssee liegen, ist inzwischen irreführend. Eigentlich könnte man ihn schon längst Norilsk Palladium nennen, meint Kirill Tschujko, Chefanalyst von Russlands größter Brokergesellschaft BCS, in einem Kommentar. Schließlich mache die Palladiumsparte bereits die Hälfte des Konzerngeschäftes aus, die Nickelsparte demgegenüber an die 20 Prozent. Der Rest sind Kupfer und eine ganze Reihe anderer Metalle.