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Gasleck

Drei Tote bei Explosion in russischem Wohnhaus

Drei Menschen kamen bei der Gasexplosion ums Leben, 30 wurden gerettet. Ermittler schließen ein Verbrechen aus.

Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus im russischen Magnitogorsk sind mindestens drei Menschen getötet worden. Zwei kamen mit Verletzungen in ein Krankenhaus, wie Bürgermeister Sergej Berdinkow am Donnerstag in der Industriestadt am Ural sagte. In der Wohnung gab es ein Gasleck, wie Behörden mitteilten.

Berdinkow sagte der Agentur Interfax zufolge, dass es zuvor Sanierungsarbeiten in der Wohnung gegeben habe. Durch austretendes Gas sei es zu der Explosion gekommen.

Das Feuer sei schnell auf die weiteren Etagen des fünfstöckigen Gebäudes übergesprungen, hieß es. Bei den Löscharbeiten entdeckten demnach die Einsatzkräfte die Toten in einer Wohnung. Rund 30 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Sie sollten in Notunterkünften übernachten. Einen kriminellen Hintergrund schlossen die Ermittler aus.

In Russland kommt es immer wieder zu solchen Notfällen. Im vergangenen Jahr war in Magnitogorsk ein Wohnhaus bei einer Gasexplosion zerstört worden. Dabei waren rund 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Gasleitungen in Russland sollen mindestens einmal im Jahr auf Mängel kontrolliert werden, vielfach wird dies jedoch nicht eingehalten. In ältere Wohnhäuser wird zudem kaum noch investiert, viele sind marode und baufällig.

 

(APA/DPA)