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Coronavirus

Die Telefonie erlebt ein Revival

imago/photothek
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Das Telefon wird vermehrt wieder dazu verwendet, wofür es ursprünglich entwickelt wurde. Generell verzeichnen Mobilfunkanbieter einen Anstieg von bis zu 50 Prozent.

Die Bevölkerung ist in einem sanften Hausarrest. Die sozialen Kontakte sind auf ein Minimum reduziert. In dieser Zeit erlebt die Telefonie ein Revival. Wurde 2018 dem RTR-Jahresbericht zufolge im Durchschnitt 171 Minuten pro Teilnehmer im Monat telefoniert, verzeichnen die Anbieter einen Anstieg von bis zu 50 Prozent. „Während der Arbeitszeit verzeichnen wir nahezu doppelt so viel Telefonie“, berichtet der Pressesprecher von Magenta. Ein ähnliches Bild zeichnet auch A1. „Die Peakzeiten bei Sprachanrufen hat sich von bisher 18 Uhr auf 10 Uhr vormittags verlagert“, ergänzt der Pressesprecher von Drei (Hutchison) auf „Presse"-Anfrage. Das bestätigt auch Ventocom-Chef Michael Krammer. 

Im Schnitt telefonieren Hot-Kunden 38 Minuten in der Woche - in den vergangenen zwei Wochen waren es jeweils 76 Minuten. Der Datenverbrauch legte von 28 auf 36 Gigabyte zu, während die Zahl der SMS von 3,5 auf 2,6 pro Woche sank.

Datennutzung verteilt sich mehr über den Tag

Da die Flugzeuge am Boden bleiben, sinken naturgemäß auch die Roamingminuten (22 Prozent). Die Anrufe ins Ausland haben hingegen um 70 Prozent zugelegt.

Die stark reduzierte Mobilität im Zuge der Coronavirus-Pandemie spiegelt sich auch in der Smartphone-Nutzung wider: Obwohl das Datenvolumen insgesamt massiv angestiegen ist, blieb die Datennutzung am Handy stabil. Der Datenverbrauch wiederum verteilt sich mehr über den Tag, was die Mobilfunknetzwerke stabil hält, so Krammer.

>>> Hier geht's zum Jahresbericht der RTR 2018

(bagre)