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Die besten Verstecke für Corona-Nester

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Wie man sich selbst am besten (k)ein Ei legt.

Im Lampenschirm, in der Waschmaschine, in der Playmobilkiste: Das waren die bevorzugten Verstecke des Osterhasen meiner Kindheit, wenn es draußen regnete oder gar schneite. Beides ist schon länger her, doch heuer wird der sagenhafte Hase trotz Sonnenscheins in vielen gartenlosen Familien wieder indoor unterwegs sein: Ostereiersuchen gehört nicht zu den Ausnahmen der Ausgangsbeschränkungen.

Muss es auch nicht, eine Wohnung bietet sowieso weit mehr raffinierte Versteckmöglichkeiten als Park und Wiese. Vor allem, wenn man den Inhalt eines Nestes einzeln verschwinden lässt. Obstkorb und Legoburg bieten sich ebenso an wie Blumentopf und Topfregal. Vor Spülkästen und dem Inneren von Musikinstrumenten, etwa einer Gitarre, sollte man aber die Finger lassen. Und auch sonst ist es besser, verderbliche Dinge nicht allzu gut zu verstecken. Sonst könnte es zu unguten Post-Corona-Funden kommen.

("Die Presse"-Printausgabe, 11.04.2020)