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Förderung

250 Euro pro Pferd: Wien unterstützt Fiaker

CORONAVIRUS - 'RETTUNGSAKTION FUeR WIENER FIAKER'
Christian Gerzabekn mit Pferd "Leopold" und Werner-Christoph Kaizar mit Pferd "Ferdinand" von der Initiative "Pro Fiakerkultur".APA/HERBERT NEUBAUER
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Die Wiener Fiaker fürchten um ihre Existenz. Die Stadt Wien will ihnen nun mit einem „Futtermittelpaket“ unter die Arme greifen.

„Die Fiaker stehen vor dem Nichts" - Mit dramatischen Worten haben am Mittwoch Vertreter der Kutschenbetreiber die aktuelle Situation beschrieben. Christian Gerzabek und Werner Kaizar von der Initiative "Pro Fiakerkultur" warnten vor dem Aus für die Branche. Die heurige Saison, so zeigten sie sich überzeugt, werde ein "absoluter Totalausfall". Da die Hauptkunden Touristen oder Wiener sind, die bei Erstkommunionen, Firmungen oder Hochzeiten - also Feierlichkeiten, die derzeit nicht stattfinden können - gern eine Rundfahrt unternehmen, ist das Geschäft momentan völlig zum Stillstand gekommen. Weil der Tourismus wohl noch lange sehr reduziert sein werde, dürfte sich das auch nicht groß ändern.

Dramatisch sei die Situation auch, weil die Fixkosten weiter hoch seien. "Pferde sind die Mitarbeiter der Fiaker, sie können nicht entlassen werden", gab Kaizar zu bedenken. Rund 300 Euro koste ein Pferd pro Monat - wobei es Betriebe mit bis zu 75 Tieren gebe. Insgesamt werden in Wien 350 Fiakerpferde gehalten - in 21 Unternehmen. Laut der Initiative sind auch 1000 Arbeitsplätze in Gefahr. Derzeit seien die Einnahmen jedenfalls "bei Null".

Wien fördert mit 250 Euro pro Pferd

Nun nimmt sich die Stadt dem Thema an - und unterstützt die Fiaker finanziell mit einem "Futtermittelpaket“. Damit solle den Fiakern, die ein wichtiges Wiener Wahrzeichen seien, geholfen werden, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in einer Aussendung am Donnerstag erläuterte. Auch das Wohl der Pferde liege ihm sehr am Herzen, versicherte er.

Die Sachvergütung für nötige Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Pferdegesundheit beträgt 250 Euro pro Tier und Monat. Konkret werden Futter, Einstreu und die regelmäßige Hufpflege bezahlt. Abgewickelt wird das Hilfspaket über die Wiener Wirtschaftskammer (WKW). Die Förderung kann dort ab sofort beantragt werden, wie WKW-Präsident Walter Ruck betonte.

In Wien gibt es aktuell 21 Fiakerunternehmen mit insgesamt rund 300 Pferden. Da die Hauptkunden Touristen oder Wiener sind, die bei Erstkommunionen, Firmungen oder Hochzeiten - also Feierlichkeiten, die derzeit nicht stattfinden können - gern eine Rundfahrt unternehmen, ist das Geschäft momentan völlig zum Stillstand gekommen. Am gestrigen Mittwoch warnten Fiaker-Vertreter vor dem völligen Aus für die Branche.

(APA)