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Coronavirus auf Schlachthöfen: Eine Krise aus Billigfleisch und Blut

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Symbolbild(c) imago images/Westend61 (imago stock&people via www.imago-images.de)
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Das Coronavirus verbreitet sich auf deutschen Schlachthöfen. Das könnte auch an unhygienischen Massenquartieren für süd- und osteuropäische Arbeitskräften liegen. Die Fleischwirtschaft steht am Pranger.

Der Deutsche nennt das Faschierte bekanntlich Hackfleisch. Doch darin erschöpfen sich die Unterschiede nicht. Ein weiterer liegt im Preis. Deutsche Diskonter bieten in diesen Tagen wieder 250 Gramm Hackfleisch für einen Euro an. Doch solche Schnäppchen haben ihren Preis. Aktivisten protestieren, dass der brachiale Kampf um jeden Cent auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird. Doch in der medienwirksamen Debatte um Billigfleisch geht zuweilen unter, dass nicht nur das Tierwohl leidet, sondern auch die Arbeitsbedingungen. Dass es also nicht nur Massentierhaltung gibt, sondern auch Massenquartiere für osteuropäischen Arbeiter.