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Reich werden in der Krise

Liegt es schon?

Nicht ins fallende Messer greifen, lautet eine Börsenweisheit. Doch in der Praxis erkennt man nur schwer, ob das Messer schon am Boden ist.(c) Marin Goleminov
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Ängstlich sein, wenn alle gierig sind, gierig sein, wenn alle ängstlich sind – so kann man reich werden, heißt es. In der Praxis ist das aber gar nicht so einfach.

Noch im Februar zeigte der Fear&Greed-Indikator von CNN Money „extreme Gier“ an. Damals hatte sich das Coronavirus in China bereits ausgebreitet, Städte wurden geschlossen, Fabriken stillgelegt. Die Aktienkurse hatten sich seit Monaten nur nach oben bewegt. In dieser Phase kauften Anleger jedoch noch, als gäbe es kein Morgen. Mitte März lagen die Kurse nach einem der schnellsten Crashs der Geschichte darnieder, sie hatten mehr als ein Drittel verloren. Und der Fear&Greed-Indikator zeigte „extreme Furcht“ an. Kaum jemand wollte der Börsenweisheit Folge leisten, dass man kaufen solle, wenn „Blut auf der Straße“ ist. Oder dass man gierig sein solle, wenn alle anderen ängstlich sind, wie es Starinvestor Warren Buffett formuliert hat.