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Spannungen

Trump: Prüfen US-Bilanzregeln für Chinafirmen

Präsident Donald Trump.
Präsident Donald Trump.(c) APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
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Der Ton zwischen den USA und China verschärft sich.

Washington. Die USA erwägen Präsident Donald Trump zufolge, ob chinesische Konzerne US-Bilanzregeln folgen müssen, wenn sie an Börsen in den Vereinigten Staaten gehandelt werden. Trump äußerte sich am Donnerstag in einem Interview des Senders Fox Business Network zudem sehr enttäuscht  über China, nachdem die Coronavirus-Pandemie so kurz nach dem Abschluss des jüngsten Handelsabkommens ausgebrochen sei. In dem im Jänner unterzeichneten Abkommen, sicherte China zu, Waren und Dienstleistungen der USA im Wert von mindestens 200 Mrd. Dollar über zwei Jahre zu kaufen.

 

Handelsstreit kehrt zurück

Die Spannungen zwischen den Regierungen in Washington und Peking haben sich zuletzt wieder verschärft. Trump warf China vor, für die weltweite Ausbreitung des Virus verantwortlich zu sein. Zudem diskutiert China offenbar über eine Nachverhandlung des Handelsabkommens. Trump sagte Fox dazu, es werde keine Neuverhandlungen geben.

Die Furcht vor einem Wiederaufflammen des Handelsstreits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften belastete zuletzt auch die US-Börsen. Eine Beruhigung ist nicht in Sicht. Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, wies darauf hin, dass auf dem chinesischen Volkskongress am 22. Mai auch „Reaktionen auf die politischen Maßnahmen der US-Regierung“ folgen könnten.  (APA/mad.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2020)