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Interview

Valie Export: „Wir wollten die Gesellschaft aufbrechen“

Das berühmte Foto von VALIE EXPORT mit ihrem „Markennamen“, den sie vier Jahre, bevor sie die damals berühmte Zigarettenschachtel von Smart Export 1970 als Träger benutzte, schützen ließ.
Das berühmte Foto von VALIE EXPORT mit ihrem „Markennamen“, den sie vier Jahre, bevor sie die damals berühmte Zigarettenschachtel von Smart Export 1970 als Träger benutzte, schützen ließ.(c) VALIE EXPORT, Bildrecht Wien, 2020: Foto: Gertraud Wolfschwenger, Courtesy VALIE EXPORT
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Zu ihrem 80. Geburtstag am Sonntag erzählt VALIE EXPORT der „Presse“, warum sie ihre Zeit in der Klosterschule nicht missen will und warum sie sich über Wikipedia ärgert.

Die Presse: Wie werden Sie denn Ihren Geburtstag am Sonntag verbringen?

VALIE EXPORT: Meine Familie kommt mich besuchen, ich freue mich sehr.

Sie selbst hatten eine bewegte Jugend, waren in Linz in der Klosterschule, haben mit 18 geheiratet und ein Kind bekommen. Ist das weit weg für Sie?

Im Rückblick ist es nicht weit weg. Die Zeit bei den Kreuzschwestern in Linz war auch nicht beengend, es war eine sehr wichtige Zeit. Ich war die Jüngste im Internat und habe dort gelernt, mich selbst zu präsentieren, mein Territorium zu verteidigen, meine Umgebung selbst zu formen. Das muss man auch in einer Familie. Aber in einem etwas anonymeren Bereich fällt es leichter, sich selbst zu definieren, das ist sehr gesund.