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Start der Maturawoche

Deutschmatura: "Obergrenze für Touristen" und "moderne Baupest"

Am Dienstag startete die Zentralmatura für rund 42.000 Maturanten in Deutsch.
Am Dienstag startete die Zentralmatura für rund 42.000 Maturanten in Deutsch.APA/HERBERT NEUBAUER
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Womit sich der „Corona-Jahrgang“ bei der Deutschmatura am Dienstag beschäftigen musste.

Rund 40.500 Maturanten treten diese Woche zu einer im Zeichen der Coronakrise stattfindenden schriftlichen Matura an. Mit den Klausuren in den nicht-standardisierten Prüfungsfächern hat diese am Montag an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BHS) begonnen. Heute, Dienstag, startete nun die Zentralmatura mit Deutsch.

Die Aufgabenstellung, die der „Presse“ vorliegt, teilte sich in die folgenden drei Themenpakete:

  • „Literatur/Kunst/Kultur“: Textinterpretation des Prosatexts „Basta“ des Schweizer Schriftstellers Robert Walser sowie ein Leserbrief zum Kommentar „Lesen, nur lesen!“ von Manuel J. Hartung
  • „Umgang mit Zeit": Textanalyse der Kolumne „Dieser Text ist Zeitverschwendung“ von Ronja von Röhne sowie Schreiben eines Leserbriefs zum Interview „Wozu brauchen wir noch Geduld?“ von Gerhard Benetka 
  • „Tourismus“: Kommentar zum Bericht „Jetzt kommt die Obergrenze für Touristen“ von Ute Müller sowie Erörterung des Berichts „Moderne Baupest auf den Bergen“ von Anja Kröll

Nach ersten Informationen dürfte sich eine deutliche Mehrheit der Schüler für das dritte Themenpaket „Kommentar und Erörterung“ rund um „Tourismus und Verbau der Berglandschaft“ entschieden haben, wie Daniel Thomas Bayer, Sprecher der Schülerunion Österreich, der „Presse“ berichtet. Die anderen Aufgabenstellungen seien „eher unbeliebt bei den Schülern“ und hätten demnach nur wenige gewählt.

Mit der Zeiteinteilung dürfte es keine Probleme gegeben haben. So seien die Aufgaben „gut bewältigbar gewesen“, sagt Bayer. „Es war mehr als genug Zeit“. In diesem Jahr steht den Maturanten aufgrund der Coronasituation, die unter anderem mehrmaliges Lüften vorsieht, eine Stunde länger zur Verfügung.

Frühzeitige Abgabe der Klausur am Montag

Nach Angaben des Bildungsministeriusm dürfte der Start in die Maturawoche trotz der neuen Hygieneregeln am Montag „problemlos“ verlaufen sein. Beim Auftakt in den nicht-zentralen Prüfungsfächern dürften einzelne Schüler nach kurzer Zeit ihre Klausuren unbearbeitet abgegeben haben, da sie aufgrund ihrer Zeugnisnoten die Matura ohnehin bestanden haben. Die Einbeziehung der Note der Abschlussklasse in das Maturazeugnis ist in diesem Jahr neu. Klausur- und Zeugnisnote sind dabei grundsätzlich gleichwertig. Steht ein Schüler genau zwischen zwei Noten, zählt jedoch die Maturanote stärker.

(juwe)