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Geld oder Mutterschaft

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Kinder zu bekommen ist nach einer neuen Bertelsmann-Studie noch immer mit starken Einkommeneinbußen verbunden. Die Zahlen aus Deutschland gelten als Richtwerte für Österreich.

Mutterschaft kommt teuer. Konkret liegt das Lebenserwerbseinkommen einer Mutter mit einem Kind im Schnitt um fast 43 Prozent niedriger als das gleichalter kinderloser Frauen, heißt es in der Bertelsmann-Studie, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") in ihrer Montagsausgabe berichtet.

Bei zwei Kindern vergrößert sich die Lücke auf 54 Prozent, bei drei Kindern auf 68 Prozent. Hauptgrund ist wenig überraschend, dass „in der Gesellschaft faktisch nach wie vor das Modell des männlichen Ernährers" beziehungsweise der Frau als bloßer Zuverdienerin dominiert. Das gelte auch für die Jüngeren, weshalb die Einkommenslücke zwischen kinderlosen Frauen und Müttern immer größer wird.

Eine frühere Bertelsmann-Studie mit identischer Methodik zeigte im Frühjahr, dass Männer über das Arbeitsleben hinweg beinah doppelt so viel Geld verdienen wie Frauen. Westdeutsche Männer kommen demnach auf ein durchschnittliches Gesamteinkommen von 1,5 Millionen Euro bis zu ihrem 60. Lebensjahr, westdeutsche Frauen hingegen nur auf 830.000 Euro. In der neuen Untersuchung wurde nun der Frage nachgegangen, wie stark diese Diskrepanz von der Entscheidung für Nachwuchs sowie der Kinderzahl abhängt.

Kinderlose Frauen hingegen, die 1982 in Westdeutschland zur Welt kamen, werden der Simulationsrechnung zufolge voraussichtlich 1,3 Millionen Euro verdienen und sich damit dem Einkommen gleichaltriger Männer annähern.

(APA)